FC Basel Frei-Team erst bei 60 Prozent

Uli Nodler
Fabian Frei heißt der neue Kapitän beim FC Basel. Foto: Michael Hundt

Bühne frei für die Saison 2022/23 in der Schweizer Super League. Und, was wird sie für den FC Basel bringen? In den vergangenen Spielzeiten haben die Basler im Titelrennen nur die zweite Geige gespielt. Nun soll mit dem neuen Trainer Fabian Frei im Titelrennen wieder ein Ausrufezeichen gesetzt werden. Mit dem Auswärtsspiel am morgigen Samstag beim FC Winterthur (Anstoß 20.30 Uhr) startet der FC Basel in die neue Spielzeit.

Von Uli Nodler

Basel. Die Dominanz des FCB im Schweizer Fußball ist schon lange Schnee von gestern. Dennoch strahlen auch die gestutzten „Bebbi“ noch den Ruhm vergangener Tage aus. Mit Frei, der heute seinen 43. Geburtstag feiert, soll nun wieder der maximale Erfolg beim ehemaligen Schweizer Serienmeister zurückkehren.

Ein erster Dämpfer war sicherlich die 1:5-Klatsche gegen den deutschen Zweitligisten Hamburger SV bei der Generalprobe am vergangenen Samstag. Einen Tag später enttäuschte die zweite Garde beim FCB, spielte auf dem heimischen Campus gegen Xamax Neuenburg nur 1:1.

Frei ist eine ehrliche Haut und sagt nach dem 1:5 gegen den HSV: „Die Niederlage nehme ich auf meine Kappe. Was die Fans im Joggeli gesehen haben, ist nicht der FCB, wie er ihn sich vorstellt. Aktuell sind wir erst bei 60 Prozent.“ In der Tat wirkte die Mannschaft gegen den HSV kraftlos. Sein Fehler sei es gewesen, so Frei, den stärksten Vorbereitungsgegner zu einem Zeitpunkt zu fordern, an dem sein Team die harten Einheiten der letzten Tage besonders spüre.

Ins Auge fiel in dieser Partie, wie wenig im Spiel gegen vorne gelang. Hier muss sich Rotblau morgen in Winterthur deutlich steigern, sonst wird es ein böses Erwachen geben. Alex Frei ist allerdings überzeugt, dass sich seine Jungs am Samstag ganz anders präsentieren werden. In den vergangenen Tagen wurde das Augenmerk im Training besonders auf die Spritzigkeit gelegt. Wenn es nach dem Basler Cheftrainer geht, werde seine Mannschaft spätestens Ende Juli bei 100 Prozent sein.

In Winterthur wird wohl die Startelf gegen den HSV beginnen. Das heißt: Torwart Marvin Hitz, der bei dem einen oder anderen Gegentor im Hamburg-Spiel nicht gut aussah, wird ebenso auf dem Platz stehen wie Lang, Djiga, Pelmard, Katterbach, Xhaka, Burger, Ndoye, der neue Kapitän Frei, Millar und Amdouni.

Apropos Zeki Amdouni. Mit zwei Treffern feierte der neue Stoßstürmer des FCB einen gelungenen Einstand.

Amdouni ist ein Transfer, wie die Basler ihn schon länger nicht mehr getätigt haben: aus der eigenen Liga, noch jung, aber schon gut genug, um auch im Ausland einen Verein zu finden. Und es könnte durchaus sein, dass Amdouni sich direkt in die Startelf gespielt hat. Immerhin durfte er gegen den HSV beginnen, während Adam Szalai nur die Bank blieb.

Aus der zweiten Garde drängte sich keiner auf. Winterthur-Neuzuzug Sayfallah Ltaief muss sich erst an das höhere Niveau gewöhnen.

Auf der Flügelposition ist die Konkurrenz für Liam Millar und Dan Ndoye überschaubar: Adriano Onyegbule und Sayfallah Ltaief müssen sich erst noch an das Niveau herantasten, spielen nicht konstant genug auf dem Niveau, das der Trainer verlangt.

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