FC Basel Gelingt Basel der Befreiungsschlag?

Basels Keeper Jonas Omlin will seinen Kasten heute in Nikosia sauber halten. Foto: Grant Hubbs Foto: Die Oberbadische

Aus dem heimischen Tal der Titel-Tränen in die Frühlingssonne von Zypern. Der FC Basel will heute (Anstoß 21 Uhr) im Sechzehntelfinal-Hinspiel der Europa League bei Apoel Nikosia den Super League-Frust hinter sich lassen. Auf dem Papier dürfte der FCB sogar leichter Favorit sein.

Basel. (nod/pd). Doch Vorsicht ist geboten. Apoel hat sich in den letzten zehn Jahren achtmal für eine europäische Gruppenphase qualifiziert. 2012 erreichte Nikosia sogar das Viertelfinale der Champions League und schied dann gegen Real Madrid aus.

Ein Trainer hat’s beim zypriotischen Spitzenklub nicht einfach. Allein in dieser Saison hat der zypriotische Rekordmeister vier Trainer entlassen. Paolo Tramezzani, ein alter Bekannter, der bereits Lugano und Sion in der Super League trainierte, flog nach der ersten Saisonniederlage im Hinspiel der 2. Champions-League-Quali-Runde gegen Karabach. Sein Nachfolger Thomas Doll musste nach der ersten Liga-Niederlage am neunten Spieltag gehen. Apoel war zu diesem Zeitpunkt Tabellenzweiter. Für drei Spiele übernahm Vereinslegende Loukas Hatziloukas. Doch weil er das letzte Spiel vor der Winterpause verlor, verpflichtete Apoel mit dem Norweger Kåre Ingebrigtsen den nächsten ausländischen Trainer.

Heute steht gegen die „Bebbi“ mit Marinos Ouzounidis bereits der fünfte Apoel-Trainer der Saison an der Seitenlinie. Ingebrigtsen wurde in der vergangenen Woche nach zwei Niederlagen in acht Spielen entlassen. Mit Ouzounidis gewann Apoel am vergangenen Wochenende 4:1 gegen FCB-Schreck Apollon Limassol. Gegen dieses Team war der FCB im Sommer 2018 in der Europa-League-Quali gescheitert.

Thorsten Fink hat sowohl den FC Basel als auch Apoel Nikosia trainiert. Und Fink weiß, was den FCB erwartet, und warnt: „Die Schweizer hauen ein zypriotisches Team nicht einfach so weg. Das wird ein heißer Kampf. In Zypern wird mit allen Mitteln gearbeitet. Die Spieler sind meist erfahren und mit allen Wassern gewaschen. Dazu kommen die heißblütigen Zuschauer“, wird der ehemalige Spieler von Bayern München in der Basellandschaftlichen Zeitung zitiert.

In der Vergangenheit hat der FC Basel auf internationalem Parkett immer wieder bewiesen, dass er Rückschläge auf nationaler Ebene mit starken Leistungen in Europa kompensiert hat. Das könnte ihm auch diesmal gelingen. Denn: Trotz der prominenten Absenzen spielen die Basel aktuell weit unter ihren Möglichkeiten. Druck hat vor allem Coach Marcel Koller. Sollte der FCB an Apoel Nikosia scheitern, dürfte auch das Engagement von Trainer Koller beim Schweizer Spitzenklub nicht mehr von langer Dauer sein.

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