FC Basel Im Krisengebiet gegen die eigene Krise

Michael Hundt
Die Mannschaft des FC Basel will in Jerewan einen Sieg bejublen. Foto: Michael Hundt

Es ist ein durchaus heikles Spiel mit einiger Brisanz. Diese ist aber nicht nur sportlicher Natur, sondern liegt auch daran, dass Armenien bereits seit Jahren Kriegsgebiet ist. Immerhin herrscht in der Krisenregion am Kaukasus derzeit Waffenstillstand.

Von Michael Hundt

Basel. Die Europapokalhistorie des FC Basel hat eine durchaus große Liste an Kapiteln. Mit dem Auftritt im Kaukasus am heutigen Donnerstag (18.45 Uhr) kommt nun ein weiteres Land in die Liste. Doch das dürfte für Cheftrainer Alex Frei nicht wirklich eine Rolle spielen.

Nach zuletzt durchwachsenen Vorstellungen in der Schweizer Meisterschaft und auf der europäischen Bühne steht der Trainer des FCB unter Erfolgsdruck, wenngleich er noch die Rückendeckung des Vorstands hat.

Mit einem Sieg in Jerewan überwintert der FC Basel auf jeden Fall auf dem europäischen Parkett. Ob die „Bebbi“ allerdings direkt in die KO-Runde einziehen oder ob sie wieder einmal in die Playoffs müssen, ist vom Parallelspiel zwischen Vilnius und Bratislava abhängig.

Neben dem Krieg gegen die Ukraine eskaliert erneut der Konflikt um Armenien und Aserbaidschan. Die Führung in Baku setzt auf militärische Stärke, beugt sich aber internationalem Druck. Derzeit herrscht ein Waffenstillstand, so dass der Trip des FC Basel nicht gefährdet ist.

Interne Störfeuer liefert vor dem Spiel Stürmer Adam Szalai. Der Ungar ist seit einigen Wochen bereits nicht mehr Teil des Kaders und trainiert individuell. Nun vermelden Basler Medien, dass sich der Stürmer wieder in die Mannschaft – oder zumindest in das Mannschaftstraining – einklagen will.

Der FC Basel muss im abschließenden Conference-League-Gruppenspiel gegen Pyunik Jerewan auf Marwin Hitz verzichten. Der Torhüter hat immer noch Probleme mit der Achillessehne und flog nicht mit dem Team nach Armenien. In den Kader gerückt ist stattdessen U-21-Schlussmann Antonio Spagnoli.

Ebenfalls in Basel geblieben sind der gesperrte Wouter Burger, der kranke Jean-Kévin Augustin und die verletzten Sergio Lopez und Tician Tushi.

  • Bewertung
    0

Umfrage

Zeichen

Die Fußball-WM in Katar sorgt für wenig Begeisterung. Sind Sie schon im Fußballfieber?

Ergebnis anzeigen
loading