FC Basel Immer positiv bleiben

Führt er sein Team wieder zum Sieg? Valentin Stocker. Foto: Archiv Foto: Die Oberbadische

Basel. Da schau mal einer an: Geht für den FC Basel jetzt plötzlich doch wieder etwas in Sachen Meisterschaft? Statt den Vorsprung auf die Rotblauen bei acht Zählern zu belassen, ging das Spitzenduo in der 25. Runde der Super League baden. Und das völlig überraschend. Erst setzte es für die Berner Young Boys eine 0:1-Pleite gegen das Tabellenschlusslicht FC Thun, dann ereilte auch den FC St. Gallen dasselbe Schicksal. Gleich mit 0:4 verloren die Espen gegen den FC Zürich.

Und so beträgt der Rückstand des FCB als Tabellendritter elf Runden vor Schluss nur noch fünf Zähler. „Abgerechnet wird am Schluss. Wenn wir unsere Leistung bringen, dann können wir erfolgreich Fußball spielen“, lässt nach dem 2:1 in Neuenburg Kapitän Valentin Stocker, wissen. Mit seiner Rückkehr, so scheint es, ist ein Ruck durch das Team gegangen. Stocker der Anführer. Er ging voran, schoss ein Traumtor und zeigte viele Emotionen. Bei Xamax zeigte der Routinier, wie wichtig er für den FCB ist. Insgesamt zeigten sich die Basler Kicker aber stark verbessert im Vergleich zur Pleite gegen den FC Luzern.

„Wir haben den Kampf angenommen, sind in die Zweikämpfe gegangen. Wir haben trotz des Rückstands an uns geglaubt. Ich bin stolz auf das Team. Es gibt immer wieder Rückschläge, wichtig ist, dass man positiv bleibt und sich gegenseitig anfeuert“, ließ ein erleichterter Silvan Widmer nach der Partie wissen.

Ein Spiel zu drehen, das war dem FCB zuvor nur zweimal gelungen. In der Liga war es in Neuenburg erstmals seit dem 3:2 gegen Thun Anfang August wieder der Fall. Noch nicht ganz so lange her ist es im Pokal. Gegen Lausanne-Ouchy im Oktober lag Basel mit 0:1 zurück, ehe man noch mit 2:1 gewinnen konnte.

Nun geht es im heimischen Joggeli gegen den FC Sion. Nach 122 Tagen gibt es morgen, 16 Uhr, wieder ein Fußballspiel im „Joggeli“ (siehe auch nebenstehender Artikel). Das letzte Match im St. Jakob-Park gewann der FCB gegen Apoel Nikosia mit 1:0. Nun ist also Sion zu Gast. Jenes Team um Präsident und Zampano Christian Constantin. Der Klubeigentümer hat in seiner Funktion bereits 53 Mal den Trainer ausgetauscht.

Zuletzt traf es Ricardo Dionisio Anfang Juni. Paolo Tramezzani übernahm das Amt im Wallis. Und kämpft gegen den Abstieg.­ Zwei Punkte beträgt der Vorsprung auf den Abstiegsplatz. Sion wartet seit November 2019 auf einen Sieg in der höchsten Schweizer Liga. Von den letzten 17 Spielen hat Sion nur noch eines gewonnen – Vereins-Negativrekord.

Für den FC Basel geht es gegen die Walliser darum, nicht noch mehr Punkte zu verschenken. Verzichten muss Coach Marcel Koller auf die Verletzten Ricky van Wolfswinkel, Edon Zhegrova und Luca Zuffi.

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