FC Basel Jetzt passt der Rahmen endlich

Patrick Rahmen soll den FC Basel stabilisieren und im letzten Saisonviertel noch zurück auf Rang zwei führen. Foto: Die Oberbadische

Von Mirko Bähr

Basel. Nun soll es also Patrick Rahmen im Saisonendspurt richten. Der bisherige Co-Trainer unter Ciriaco Sforza tritt interimsmäßig dessen Nachfolge an. Die Beförderung des 52-Jährigen gilt vorerst bis Saisonende. Der Ex-Profi, der unter anderem 37 Mal für den FC Basel auflief, hat nun noch neun Spiele, um sich für eine Dauerlösung zu empfehlen.

Sforza hatte am Dienstag noch mit der Mannschaft gefrühstückt, das Training geleitet und mit den Spielern zu Mittag gegessen, ehe ihm das Ende seiner Amtszeit mitgeteilt wurde. Der ehemalige Weltklasse-Kicker musste nach der 13. Pleite im 31. Spiel unter seiner Regie gehen. Ein Schritt, der für viele längst überfällig war.

Sforza hatte es von Beginn an schwer beim krisengeschüttelten Traditionsklub vom Rheinknie. Akzeptanz und Autorität fehlten, dazu die vielen Nebenkriegsschauplätze auf Führungsebene. Der fehlende Sportchef tat sein übriges. Sforza konnte nicht in Ruhe arbeiten und junge Spieler weiterentwickeln, wie er es zuvor im beschaulichen Wil tat. Nun ist Sforza Geschichte. Es übernimmt ein alter Bekannter.

Es ist fast zwei Jahre her, da wäre Rahmen um ein Haar bereits auf dieser Position gelandet. Eigentlich war schon alles in trockenen Tüchern. Der damalige Sportchef Marco Streller hatte Rahmen bereits verpflichtet, ehe FCB-Besitzer Bernhard Burgener quasi über Nacht seine Meinung änderte und doch an Marcel Koller festhielt. Streller nahm daraufhin seinen Hut, Rahmen blieb beim FC Aarau.

Im April 2021 ist der Basler nun doch als Cheftrainer bei seinem Herzensklub gelandet. Beim FCB war er als Spieler aktiv und betreute die U18 und U21 des Vereins.

Der 52-Jährige bringt viel Erfahrung mit. Neben seinen erfolgreichen Cheftrainer-Engagements beim FC Aarau und beim FC Biel wirkte er unter Ex-FCB-Coach Thorsten Fink als Co-Trainer und als Nachwuchschef beim Hamburger SV. Er assistierte unter Markus Babbel knapp zwei Jahre lang beim FC Luzern und hatte vor wenigen Monaten wieder beim FCB als Co-Trainer angeheuert.

Nun die Beförderung. Ein Basler soll die Basler wieder auf Kurs bringen. Rahmens Aufgabe wird es nun sein, den FCB zu stabilisieren und zurück auf Rang zwei zu führen, der die Qualifikation für den europäischen Wettbewerb nach sich zieht. Die Aufgabe ist indes alles andere als einfach. Schließlich herrscht jede Menge Unruhe im Verein. Viele Fans haben sich schon abgewandt. Unklar ist auch, wer künftig den FCB führt und wohin die Reise des Vereins geht.

Rahmen gilt als Spielerentwickler, der sehr kommunikativ ist, mit großer Leidenschaft und Motivation seine Arbeit verrichtet. Nicht zuletzt verfügt der neue FCB-Übungsleiter über ein gutes menschliches Gespür.

Nachtragend scheint Rahmen auch nicht zu sein. Sonst hätte er wohl nicht zugesagt, als ihm diesmal Burgener die Hand reichte. Jener Burgener, der im Juli 2019 noch in letzter Minute den Daumen senkte. Rahmen, so heißt es, ist loyal, und einer, der nach vorne schauen will.

Gestern stand das erste Mannschaftstraining unter seiner Regie auf dem Programm. Am kommenden Samstag reist der FCB zum FC Luzern. Es ist das Spiel eins in der Ära Rahmen.

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