FC Basel Kalte Dusche gleich zu Beginn

Kemal Ademi (rechts) schnürt einen Doppelpack für den FC Basel beim Gastspiel in St. Gallen.Foto: Archiv Foto: Die Oberbadische

Wer hätte das gedacht? Ein dickes Ausrufezeichen haben die Kicker des FC Basel gesetzt. Beim Titelanwärter FC St. Gallen gelang am Mittwochabend ein deutlicher 5:0-Erfolg. Nun ist zumindest Tabellenplatz zwei wieder in Reichweite.

Von Mirko Bähr

Basel. Erstmals in dieser Saison hat der FCB also die Überraschungsmannschaft aus der Ostschweiz besiegt. Gleich fünfmal haben die Gäste dabei ins Schwarze getroffen. Und das, obwohl mit Arthur Cabral der beste Goalgetter aufgrund einer Sperre fehlte. In die Bresche sprang sein Sturmkollege Kemal Ademi, der einen Doppelpack schnürte.

Die Basler, sie wirkten nach der Bekanntgabe des Corona-Falls im Team keinesfalls geschockt, erwischten einen Start nach Maß, legten los wie die Feuerwehr und führten nach fünf Minuten schon mit 2:0. Die Hausherren konnten sich davon nicht erholen und kassierten nicht nur drei weitere Gegentreffer, sondern auch einen herben Rückschlag im Titelrennen.

Innerhalb von einer Minute klingelte es zweimal im St. Galler Kasten. Beim ersten Treffer legte Fabian Frei für Ademi auf, der vor Torwart Lawrence Ati Zigi cool blieb und den Ball im Netz unterbrachte. Kaum hatte das Spiel wieder begonnen, jubelten die Basler schon wieder. Dieses Mal hatte sich Silvan Widmer auf der rechten Seite durchgesetzt, lancierte Samuele Campo, der per Direktschuss das 2:0 erzielte. „Sie wollten uns überrumpeln, doch waren es wir, die das geschafft haben“, ließ Valentin Stocker nach dem Match wissen. „Wir sind stabiler geworden, haben gewisse Konstanz hereingebracht“, meinte Campo.

Zwar erhöhten die Hausherren im Anschluss den Druck, igelten die Basler in deren eigener Hälfte ein, doch so richtig gefährlich wurde es für den FCB nicht. Auch nach der Pause spielte zunächst nur eine Mannschaft. Dann aber setzte starker Regen eine und das Spiel gestaltete sich von nun an ausgeglichener. Und nach rund einer Stunde war es Ademi, der nach einem Pass von Campo nur noch den Fuß hinhalten musste und das 3:0 markierte.

Während St. Gallen immer mehr resignierte, hatte Basel noch nicht genug. Valentin Stocker war sechs Minuten vor Schluss zur Stelle. Zuvor hatte der eingewechselte Tician Tushi nach einem schönen Dribbling Ricky van Wolfswinkel auf dem Flügel bedient, der den Ball für seinen Kapitän auflegte. Und dann durfte Ricky van Wolfswinkel. Der Joker setzte den Schlusspunkt in dieser Spitzenpartie.

Drei Punkte liegt der FCB nun nur noch hinter dem FC St. Gallen. „Unser Ziel ist der zweite Platz, dafür werden wir in den letzten drei Spielen alles geben“, machte Ademi deutlich. Klar ist, dass dem FC Basel der dritte Rang nicht mehr zu nehmen ist.

FC St. Gallen – FC Basel 0:5 (0:2). – Tore: 0:1 (4.) Ademi, 0:2 (5.) Campo, 0:3 (57.) Ademi, 0:4 (84.) Stocker, 0:5 (87.) van Wolfswinkel. SR: Schnyder. Z.: 1000.

FC Basel: Omlin (75. Nikolic); Widmer (86. Ramires), Cömert, Alderete, van der Werff; Xhaka; Stocker (86. Isufi), Frei, Campo, Pululu (77. Tushi); Ademi (75. van Wolfswinkel).

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