FC Basel Kaltstart im Berner Wankdorf

Der Ex-Wiler Andrea Padula wird wohl für Silvan Widmer die rechte Seite des FC Basel beackern.Foto: Grant Hubbs Foto: Die Oberbadische

Gerade zwei Pflichtspiele hat der FC Basel in den vergangenen sieben Wochen absolviert. Das Coronavirus bringt nicht nur den Super League-Spielplan durcheinander, er sorgt auch für Ausfälle. So befinden sich derzeit mit Silvan Widmer, Djordje Nikolic und Jasper van der Werff gleich drei „Bebbi“ in Quarantäne. Und das ausgerechnet vor dem Spiel bei den Young Boys.

Von Mirko Bähr

Basel. Die Berner, die in den vergangenen drei Jahren den Titel geholt haben, stehen wieder an der Spitze der Tabelle und haben unlängst in der Europa League gegen Sofia überzeugt. Auf dem heimischen Kunstrasen im Wankdorf-Stadion sind sie in nationalen Spielen seit dem 6. Oktober 2018 ungeschlagen. Ein echter Brocken, den die Basler da vor 50 zugelassenen Zuschauern aus dem Weg räumen müssen.

Die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Fahrt in die Bundeshauptstadt sind alles andere als optimal. Trainer Ciriaco Sforza muss heute Abend, 20.30 Uhr, improvisieren. Allen voran der Ausfall von Außenverteidiger Silvan Widmer wird nur schwer zu kompensieren sein. Widmer spielt eigentlich immer. In dieser Saison hat er noch keine Pflichtspielminute verpasst. Und in den vorangegangenen zwei Jahren war er gerade einmal in fünf Partien nicht auf dem Rasen gestanden.

Sein Vertreter in Bern könnte Andrea Padula sein. Sforza sieht ihn eher als Rechts- statt als Linksverteidiger. Gleichwohl kam er in den bisherigen Partien auf links zum Zug. Aber auch der Rheinfelder Raoul Petretta, etatmäßiger linker Außenverteidiger, könnte eine Alternative sein.

Einer, der mit seiner Erfahrung diese Position durchaus beackern kann, ist Taulant Xhaka. Der allerdings muss einen Rückschlag im Heilungsprozess verkraften. Am 11. August hatte er im Viertelfinale der Europa League gegen Schachtar Donezk sein letztes Spiel bestritten und sich einen Teilriss am Innenband des rechten Knies zugezogen. Eine Rückkehr dieses Jahr noch scheint in weite Ferne gerückt zu sein.

Timm Klose wird sein FCB-Debüt geben

Dafür wird Abwehrchef Timm Klose, der aus Norwich nach Basel zurückkehrte, sich nach einem positiven Corona-Test dann aber erst einmal in Isolation begab, wohl sein erstes Pflichtspiel für den FCB bestreiten. Dasselbe gilt wohl auch für Keeper Heinz Lindner. Positive Nachrichten gibt es bei Elis Isufi, Yannick Marchand und Luca Zuffi, die allesamt von ihren teilweise schweren Verletzungen wieder genesen sind.

Der Kader ist also groß genug. Und auch die Qualität des FCB ist eine andere als noch in der Vorsaison. YB-Trainer Gerardo Seoane spricht von „einem Qualitätssprung“. So habe sich der FCB zielgerichtet verstärkt und an Substanz und Potenzial dazugewonnen.

Für die Basler ist die Reise nach Bern die erste Station einer umfangreichen Super League-Tour, die in diesem Kalenderjahr noch ansteht. Die coronabedingten Ausfälle und Verschiebungen führen nämlich dazu, dass die FCB-Cracks bis zum 23. Dezember insgesamt noch neun Partien bestreiten müssen.

Als Tabellensechster liegt der FC Basel mit derzeit fünf Zählern und einem Spiel hinter Bern und dem punktgleichen FC Lugano zurück.

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