FC Basel Kein Bein mehr ausgerissen

FCB-Innenverteidiger Omar Alderete (links) zieht’s zum AC Mailand.Foto: Archiv Foto: Die Oberbadische

Die zweite Nullnummer in Folge. Die Basler trennten sich im letzten Saisonmatch im heimischen St. Jakob-Park vom FC Luzern 0:0, rissen sich kein Bein mehr aus. Es galt die Devise „Kräfte schonen“ für das Europa League-Heimrückspiel am morgigen Donnerstag gegen Eintracht Frankfurt.

Von Uli Nodler

Basel. Die Bilanz ist ernüchternd: Platz drei. Eine Enttäuschung. Immerhin stellt der FCB mit 38 Treffern die beste Defensive der Liga und widerlegt die These, dass eine starke Abwehr Meisterschaften gewinnen kann.

Für die „Bebbi“ stand das bereits vor dem 36. und letzten Saisonspieltag am Montag fest. Deshalb schickte Trainer Marcel Koller eine Mannschaft auf den Platz, die so noch nie zusammen gespielt hat. Im Vergleich zum Freitagsspiel bei Thun rotierte Koller gleich sieben Mal. Es ist die jüngste FCB-Startelf seit über einem Jahr mit einem Altersdurchschnitt von knapp über 23 Jahren.

Tician Tushi macht auf sich aufmerksam

Dennoch diktieren die Basler das Geschehen auf dem „Joggeli“-Rasen. Vom FC Luzern war lange Zeit offensiv gar nichts zu sehen. Erst nach einer Stunde wurde der erste Torabschluss registriert.

Ganz anders der FCB, der mit einem frühen Pressing zu Möglichkeiten kam, allerdings ließen die Gastgeber im Abschluss die notwendige Konsequenz vermissen.

Auf sich aufmerksam machte im Basler Team der junge Tician Tushi. Der Nachwuchsspieler betrieb beste Eigenwerbung und dürfte in dieser Verfassung Einsatzminuten in der kommenden Spielzeit erhalten.

„Es war wichtig, dass wir nicht verloren haben und nun mit einem guten Gefühl ins nächste Spiel gehen können“, kommentierte FCB-Coach Marcel Koller das 0:0.

Immer wahrscheinlicher wird, dass Omar Alderete den FC Basel verlässt. Vielleicht trug er beim 0:0 des FCB gegen Thun zum letzten Mal das FCB-Leibchen, weil der 23-jährige Paraguayer im vergangenen Freitag-Spiel zwei unnötige Gelbe Karten sah und somit mit Gelb-Rot vom Platz musste.

Der Abwehrchef, der am Montag gegen Luzern gesperrt fehlte, ist auf dem Absprung. Wie sein Berater gegenüber südamerikanischen Medien sagte, habe Alderete „eine große Möglichkeit, zu wechseln.“ Interessent ist der AC Mailand, der den Innenverteidiger der Basler bereits im Winter verpflichten wollte. In Südamerika heißt es, der Wechsel könnte noch in dieser Woche über die Bühne gehen. Der Spieler selbst dürfte einem Wechsel nicht abgeneigt sein. Schließlich sind die „Rossoneri“ eine Option, die man wahrnehmen müsste.

Tore: Fehlanzeige.

FC Basel: Nikolic – Isufi, Cömert (46. Lurvink), van der Werff, Petretta (46. Riveros) – Oberlin, Marchand (82. Stevanovic), Frei (46. Bunjaku), Tushi; van Wolfswinkel – Ademi (73. Cabral).

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