FC Basel Keine normale Partie

Das Coronavirus beschäftigt natürlich auch Valentin Stocker (l.) und seine Teamkollegen des FC Basel. Foto: Grant Hubbs Foto: Die Oberbadische

Nein, von einer normalen Spielvorbereitung kann man in Zeiten des Coronavirus nun wirklich nicht sprechen. Der FC Basel muss im Achtelfinal-Hinspiel heute Abend bei Eintracht Frankfurt antreten, hat aber schon eine ganze Zeit lang keinen Ernstfall mehr bestritten. Die Super League ist ausgesetzt.

Von Mirko Bähr

Basel. Es bleiben die Trainingseinheiten, um sich auf diese schwere Aufgabe vorzubereiten. Das Sportliche ist in den Hintergrund getreten. Vornehmlich geht es darum, den Wettbewerb über die Bühne zu bekommen. Auch für den ehemaligen Bundesliga-Profi in Diensten der „Bebbi“, Valentin Stocker, ist das alle neu. Kein Spielbetrieb, das Rückspiel in Basel ist abgesagt, und dann sollen sich er und seine Teamkollegen auch nicht mehr die Hände schütteln.

„Wir haben in der Umkleide und im Essensraum Desinfektionsvorrichtungen. Wir wurden angewiesen, einander nicht mehr die Hände zu geben innerhalb der Mannschaft ist das natürlich schwierig“, ließ Stocker die Deutsche Presse-Agentur im Vorfeld der Partie wissen, die heute, Donnerstag, um 18.55 Uhr in der Main-Metropole angepfiffen wird.

Das neuartige Virus beschäftigt nicht nur das Team, sondern auch beide Vereine und natürlich die Gesundheitsbehörden. Die Basler haben schon Nägel mit Köpfen gemacht. Das Rückspiel wird nicht im St. Jakob-Park stattfinden können. Für das Hinspiel waren bis gestern Spät-Nachmittag Zuschauer erlaubt. Das wurde dann aber aufgrund einer neuen Infektionslage vom Gesundheitsamt Frankfurt revidiert.

Zwei verkürzte Testspiele gegen Schaffhausen

Um doch etwas Spiel-Rhythmus zu erlangen, hat der FC Basel jüngst zwei verkürzte Testpartien gegen den FC Schaffhausen unter Ausschluss der Öffentlichkeit bestritten und dabei 5:0 und 1:0 gewonnen. Gewonnen hat der FCB in der Liga zuletzt nicht. Das letzte Match bestritt Basel am 22. Februar gegen Servette Genf und kam dabei nicht über ein 2:2 hinaus. Der FCB ist nur Dritter in der heimischen Liga, liegt fünf Punkte hinter St. Gallen und Bern zurück. Immerhin konnte am 27. Februar der letzte Ernstkampf vor der Zwangspause erfolgreich gestaltet werden, als der Apoel FC im Rückspiel mit 2:0 besiegt wurde. Nach dem 3:0 auf Zypern waren die Basler also souverän in die Runde der letzten 16 eingezogen.

Und wo findet nun das Achtelfinal-Rückspiel statt? „Das ist bei uns ein großes Thema. Das Einzige, was beständig ist, ist die Unbeständigkeit. Zuerst hieß es, dass man in Basel spielt. Nun kann man doch nicht in Basel spielen. Vielleicht in Freiburg? Oder in Frankfurt? Das sind alles Sachen, bei denen ich froh bin, dass ich es nicht entscheiden muss“, sagt Kapitän Stocker.

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