FC Basel „Lasst uns optimistisch bleiben“

Marcel Koller berichtet aus den Katakomben des St. Jakob-Parks. Foto: Grant Hubbs Foto: Die Oberbadische

Keine Fußballspiele in der Schweiz: Und so kocht auch der FC Basel wegen der Coronavirus-Gefahr derzeit auf Sparflamme. Allerdings haben die „Bebbi“ die beiden Europa League-Spiele gegen die Eintracht vor der Brust. Die werden am 12. März in Frankfurt und eine Woche später in Basel mit oder ohne Zuschauer über die Bühne gehen.

Basel. In dieser Woche wandte sich FCB-Trainer Marcel Koller in einer Video-Botschaft an die Fans. „Die Spieler geben im Training Gas. Wir wollen bestens vorbereitet in die beiden Achtelfinalpartien gegen eine starke Frankfurter Mannschaft gehen. Wir hoffen natürlich, dass wir bald wieder mit euch im Stadion spielen und eure Unterstützung spüren können, wie das in den Heimspielen, aber auch auswärts der Fall ist.“

Wie anderswo auch werden auch beim FC Basel beim Trainingsbetrieb angesichts des Coronavirus-Ausbruchs Vorsichtsmaßnahmen durch den Einsatz von Desinfektionsmittel getroffen. „Zudem haben wir den Spielern geraten, in diesen Zeiten öfters die Hände zu waschen“, informierte Koller.

Klar scheint heute, dass die beiden Europa League-Spiele des FC Basel zu den angesetzten Terminen stattfinden werden. Allerdings hat die UEFA reagiert und aufgrund der Herausforderungen, die das Coronavirus für den organisierten Fußball mitbringen kann, nun offenbar eine spezielle Arbeitsgruppe eingerichtet. Das erklärte Vize-Präsident Theodore Theodoridis jüngst beim Kongress der Konföderation in Amsterdam. Die AG setzt sich aus Vertretern der UEFA und der europäischen Ligen (EPFL) zusammen und soll sich auch mit Spielkalenderfragen beschäftigen.

Um Verständnis gebeten hatte der Präsident des Schweizer Fußballverbandes, Dominique Blanc, angesichts des dort gefassten Entschlusses der Liga, bis mindestens 23. März keine Spiele mehr auszutragen: „Das zeigt, dass sich die Situation möglicherweise nicht so schnell verändern wird.“ Im schlimmsten Falle hoffe er auf finanzielle Unterstützung der UEFA, so Blanc.

Abwarten die Devise der UEFA

Eintracht Frankfurt gastiert am 19. März im Europa-League-Achtelfinale beim FC Basel, bei den Hessen geht man davon aus, dass die Partie trotz der Ligen-Absage in der Schweiz stattfinden wird. „Wir spielen in Basel. Ob mit oder ohne Zuschauer hängt davon ab, wie die Schweizer Behörden die Situation bewerten. Wir planen mit beiden Szenarien“, teilte ein Vereinssprecher von Eintracht Frankfurt mit.

Unter dem Strich lautet die Devise der UEFA: Abwarten, auch in Bezug auf die Europameisterschaft, die ja erstmals grenzübergreifend ausgerichtet wird. „Wir wissen nie, wie problematisch es wird mit einem großen Wettbewerb in zwölf Ländern. Wir sind zuversichtlich, dass wir eine Lösung finden“, erklärte Präsident Aleksander Ceferin und ergänzte: „Lasst uns optimistisch bleiben.“

Theodoridis verwies darauf, dass bislang eine einzige Partie eines UEFA-Wettbewerbes davon betroffen gewesen sei, nämlich das Europa-League-Duell zwischen Inter Mailand und Ludogorets Rasgrad, das ohne Zuschauer auf Empfehlung der italienischen Regierung stattfand.

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