FC Basel Lindner hält seinen Kasten sauber

Matchwinner: FCB-Schlussmann Heinz Lindner zeigt tolle Paraden und hält den Basler Sieg bei GC fest.Foto: Grant Hubbs Foto: Die Oberbadische

Sieg im Klassiker: Dem FC Basel ist auch auf nationaler Ebene der Start in die neue Saison geglückt. Beim Aufsteiger Grasshoppers Club Zürich schlug nach 90 Minuten ein 2:0 (0:0)-Erfolg zu Buche. Der aktuelle Vizemeister der Super League war gestern das effizientere zweier auf Augenhöhe agierender Teams.

Von Mirko Bähr

Basel. „Wir wollen drei Punkte holen. Wir sind heiß“: Amir Abrashi, der vor wenigen Wochen noch beim FCB gegen das runde Leder trat, konnte das Duell gegen seine alten Kollegen kaum erwarten. Der 31-Jährige, der jetzt bei den Grasshoppers, kickt, wollte mit seinen Teamkollegen den Baslern unbedingt ein Bein stellen. Das gelang zwar nicht. Doch geärgert haben die Zürcher den Gast vom Rheinknie allemal. Es war für GC ein bittere Rückkehr ins Schweizer Fußball-Oberhaus.

Denn vor der Pause war der Gastgeber im Stadion Letzigrund vor 3400 Fans das bessere Team. GC hätte führen müssen. Aber beim FCB stand einmal mehr ein starker Rückhalt im Kasten. Was Heinz Lindner aufs Tor bekam, wehrte der Österreicher bravourös ab. Und Chancen hatten die Hausherren so einige. Aber der Ex-GC-Torwart avancierte gestern mit seinen glanzvollen Paraden zum Matchwinner. In der 36. Minute kratzte Lindner beispielsweise einen Kopfball von Petar Pusic von der Torlinie..

Ein vermeintlicher Treffer des Rekordmeisters – GC gewann schon 27 Titel – wurde in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit durch Schiedsrichter Lukas Fähndrich zurecht nicht anerkannt. Der Unparteiische musste bei diesem hart geführten Klassiker in der ersten Hälfte mächtig durchgreifen. Sechsmal zückte er den gelben Karton.

Ein Eigentor verhilft dem FCB zum 1:0

Die Basler waren erst nach Wiederbeginn etwas besser im Spiel. Zwar war GC dem 1:0 näher, doch die Truppe von Patrick Rahmen machte die Tore. Zunächst profitierten die „Bebbi“ von einem Eigentor. Nach einem Freistoß von Valentin Stocker, den er mit Schmackes in den Strafraum schlug, fälschte Sebastiano Esposito ab. Zuletzt berührte den Ball aber noch Leonardo Campana. Dieser Treffer hatte sich beileibe nicht angedeutet. Gespielt waren 55 Minuten.

Und die Gäste legten 15 Minuten später nach. Diesmal durfte sich der junge Neuzugang von Inter Mailand aber in die Torschützenliste eintragen. Er stand nach einer Flanke von Edon Zhegrova völlig blank und köpfte ein. Zuvor hatte Toti Gomes am eigenen Strafraum den Ball vertändelt.

Bei diesen beiden Treffern blieb es. Zwar hatte der FCB im Anschluss nach Kontern noch die eine oder andere Möglichkeit, doch Arthur Cabral & Co. vergaben teilweise kläglich. Genauso wie die Zürcher, die noch einen Pfostenschuss von Pusic (75.) verbuchten und eine riesige Möglichkeit von Nuno da Silva, die Lindner vier Minuten vor dem Ende zunichte machte.

Basels Coach Rahmen war nicht ganz so zufrieden mit dem Auftritt seiner Equipe: „Wir haben nicht so gut gespielt, aber trotzdem gewonnen. Das spricht doch für das Team. Kämpferisch war es eine gute Leistung, und ich bin froh, dass wir einen guten Einstieg in die Meisterschaft hatten“, ließ er nach dem Schlusspfiff dieser Auftaktpartie wissen.

Nach dem 3:0 gegen Partizani Tirana und dem 2:0 gestern gegen GC darf man beim FCB von einem gelungenen Start in die neue Runde sprechen. Weiter geht es für die Basler am kommenden Donnerstag, wenn das Rückspiel der 2. Qualifikationsrunde in Albanien ansteht. In der Super League ist der FC Sion am 1. August im St. Jakob-Park zu Gast.

Grasshopper Club Zürich – FC Basel 0:2 (0:0). – Tore: 0:1 (54./ET) Campana, 0:2 (70.) Esposito. SR: Fähndrich. Z.: 3400.

FC Basel: Lindner; Lang (77. López), Frei, Pelmard, Petretta; Xhaka (46. Quintillà), Kasami; Males (46. Zhegrova), Esposito (84. Cömert), Stocker (72. Millar); Cabral.

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