FC Basel Nach zwei Traumtoren beginnt das Zittern

FCB-Coach Ciriaco Sforza und sein Team gehen mit einem knappen Sieg in die Winterpause.Foto: Archiv Foto: Die Oberbadische

Von Mirko Bähr

Basel. Es war das letzte Spiel eines intensiven und alles andere als normalen Fußballjahres: Und der FC Basel hat es gewonnen. Beim FC Luzern kommen die Schützlinge von Coach Ciriaco Sforza zu einem 2:1 (2:0)-Erfolg, der in der Schlussphase am seidenen Faden hängt. Damit gehen die „Bebbi“ als Tabellenzweiter der Super League in die Winterpause.

„In jedem Spiel entscheidet derzeit die Tagesform“, erklärt der FCB-Coach im Vorfeld. Und diesmal sind es seine Jungs, die eine gute Leistung in der Innerschweiz abliefern. Die Gäste legen gleich los wie die Feuerwehr. Nach 30 Sekunden knallt Edon Zhegrova die Kugel auf das Luzerner Tor, dann versucht es auch schon Pajtim Kasami.

In der siebten Minute die nächste Top-Gelegenheit. Diesmal vertändelt Ricky van Wolfswinkel aus aussichtsreicher Entfernung. Aber auch Keeper Heinz Lindner, der erneut im Basler Kasten steht, ist in diesen stürmischen Anfangsminuten auf der Höhe. Dann verflacht die Partie etwas.

Die richtige Antwort auf einige harte Attacken seiner Gegenspieler liefert Arthur Cabral. In der 23. Minute, kurz nachdem Zhegrova an FCL-Torhüter Marius Müller scheitert, ist der brasilianische Stürmer mit der Hacke zur Stelle. Julian Vonmoos bringt den Ball vor das Tor.

Im Anschluss versuchen die Basler, die Führung zu verwalten, was Sforza gar nicht gefällt. Das geht fast schief. Dejan Sorgic scheitert aber erst an Lindner, dann in Minute 34 am Schienbein von Eray Cömert. Und in dieser Phase ist es Pajtim Kasami, der mit einem Treffer der Marke Traumtor auf 2:0 stellt. Der Mittelfeldmann zieht aus 30 Metern ab und drischt den Ball per Lattenunterkante ins Luzerner Gehäuse.

„Luzern hat gut Spieler und ein gutes Potenzial“, meint Sforza vor dem Anpfiff. Einer, der immer wieder gefährlich wird, ist Sorgic. Doch auch in der 63. Minute geht sein Abschlussversuch nicht ins Tor. Das macht drei Minuten später der Ex-Basler Pascal Schürpf besser. Der Stürmer trifft aus dem Gewühl heraus zum 1:2. Goalie Lindner kann zuvor den Schuss von Filip Ugrinic nicht festhalten.

Dieser Treffer gibt dem FCL den nötigen Schwung. Nun sind es die Hausherren, die alles versuchen, den Ausgleich zu erzielen. Die Basler schwimmen, können sich kaum befreien. In der 75. Minute entschärft Lindner einen Flatterball. Drei Minuten später bewahrt er seine Farben mit einer Weltklasse-Parade beim Kopfball von Ibrahima N’Diayes vor dem 2:2. In der 80. Minute köpft nach einer weiteren Ecke Schürpf den Ball knapp am Basler Kasten vorbei,. Dann versucht es Louis Schaub mit einem Distanzschuss.

Trotz Luzerner Chancen im Minutentakt bringt der FCB den Vorsprung in einer unterhaltsamen Partie am Ende mit viel Glück über die Zeit. Auch weil Schürpf in der vierten Minute der Nachspielzeit nach einer Hereingabe einen Tick zu spät kommt.

FC Luzern – FC Basel 1:2 (0:2). – Tore: 0:1 (23.) Cabral, 0:2 (36.) Kasami, 1:2 (66.) Schürpf, SR: Bieri. Z.: keine.

FC Basel: Lindner – Padula, Klose, Cömert, Widmer – Frei, Kasami – Vonmoos (79. Pululu), van Wolfswinkel (85. van der Werff), Zhegrova (73. Marchand), Arthur.

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