FC Basel Nur noch drittstärkste Kraft

„YB war der Favorit und hat das konsequent durchgezogen“: Marcel Koller und der FCB werden nur Dritter.Foto: Archiv Foto: Die Oberbadische

Bereits vor dem abschließenden Match heute Abend gegen den FC Luzern steht fest: Der FC Basel kommt in der Super League als Dritter ins Ziel. Der Stachel der Enttäuschung sitzt tief. Und die Tage von Marcel Koller als Cheftrainer sind wohl gezählt.

Von Mirko Bähr

Basel. Meister wird zum dritten Mal in Serie der BSC Young Boys. Dahinter folgen die jungen Wilden des FC St. Gallen.

Am vorletzten Spieltag schaffte der FCB beim abstiegsbedrohten FC Thun nur ein 0:0. Zum ersten Mal nach elf Jahren landet der FCB nicht unter den ersten Zwei.

Nach der Nullnummer im Berner Oberland machte Kapitän Valentin Stocker klar: „Die Tabelle lügt am Ende nicht. Wir haben es diese Saison nicht geschafft vorne ein Wörtchen mitzureden.“ Man sei gut in die Saison gestartet, habe es dann aber verpasst, die nötigen Zähler einzufahren. „Wir haben in gewissen Situationen nicht die Punkte geholt, die wir hätten holen sollen.“

Gegen die Top-Teams sahen Leistung und Ergebnis zumeist gut aus, das Problem waren die Partien gegen die vermeintlich schwächeren Teams. Da ließ der alles andere als konstant aufspielende FCB jede Menge Zähler liegen. Und so wurde es nichts mit dem anvisierten Titelgewinn. „Wir haben den Anspruch weiter vorne zu sein. Aber wir hatten schlicht zu viele Aufs und Abs“, erklärte FCB-Verteidiger Silvan Widmer.

Beim FC Thun am Freitagabend fielen keine Treffer. Zwar hatten die Gastgeber ein wenig mehr vom Spiel, doch die ganz großen Möglichkeiten blieben auf beiden Seiten aus. Bei Anpfiff herrschten in Thun noch um die 30 Grad. Mit dabei zu Beginn war gut ein Jahr nach seinem letzten Starteinsatz auch Ricky van Wolfswinkel. Es war für ihn erst sein zweiter Startelfeinsatz in dieser Meisterschaft.

Zum Abschluss geht es heute gegen Luzern

Im letzte Spiel der Super League-Saison empfängt der FCB heute, Montag, den FC Luzern ab 20.30 Uhr im St. Jakob-Park. Nicht dabei sein wird dann Omar Alderrete, der in Thun in der 72. Minute die Gelb-Rote-Karte sah. Ob Koller seine Top-Elf auf den Rasen schicken wird, jetzt wo die Messe gelesen ist und Eintracht Frankfurt quasi vor der Tür steht, bleibt abzuwarten.

Derweil gehen die Glückwünsche wieder in die Hauptstadt. Die Berner liegen am Ende wieder ganz vorn. „Wir haben anfangs der Saison gesagt, dass wir solange wie möglich im Titelrennen dabei sein wollen. YB war der Favorit und hat das konsequent durchgezogen“, meinte Koller.

FC Thun – FC Basel 0:0. – Tore: Fehlanzeige. SR: Bieri. Z.: 1000.

FC Basel: Nikolic; Widmer, Cömert, Alderete, Riveros (70. Petretta); Xhaka, van der Werff; Stocker (79. Tushi), Campo, van Wolfswinkel (65. Oberlin); Cabral (65. Ademi).

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