FC Basel Nur noch englische Wochen

FCB-Trainer Marcel Koller freut sich auf den RE-Start in der Schweizer Super League. Foto: Archiv Foto: Die Oberbadische

Erleichterung und Vorfreude! Die Entscheidung der Swiss Football League, die wegen der Corona-Pandemie ausgesetzten Spielzeiten der beiden Profi-Ligen fortzusetzen (wir berichteten), hat beim FC Basel einhellige Zustimmung gefunden. Allerdings gilt es nun beim FCB, anfällige Personalfragen zu klären.

Basel. Die 20 Vereine der Super und Challenge League haben sich mit großer Mehrheit für die Fortführung des Liga-Betriebs ausgesprochen. Die Abstimmung ergab 17 Ja-Stimmen, zwei Nein-Stimmen und eine Enthaltung. Am 19. Juni wird es mit Geisterspielen weitergehen. Auch eine mögliche Aufstockung der Super League auf zwölf Mannschaften wurde an der Versammlung diskutiert. Doch das Anliegen des FC Sion hatte keine Chance. 15 Klubs stimmten für eine Beibehaltung des aktuellen Modus.

Trotz finanzieller Einbußen vor allem wegen der fehlenden Zuschauer hielt es nun die Klubs nicht davon ab, die Saison im sportlichen Wettstreit zu beenden. FCB-Präsident Bernhard Burgener hatte noch vor nicht allzu langer Zeit geunkt, dass „sein Verein ein Minus von 300000 Franken machen würde“.

Seit Freitag letzter Woche steht nun aber fest: Die Saison in der Super League und Challenge League wird ab dem 19. Juni fortgesetzt. Die 13 verbliebenen Spieltage werden ausnahmslos in englischen Wochen nachgeholt. Auch der Cup-Wettbewerb wird nach dem Liga-Ende fortgesetzt. Auf den FC Basel kommen also ab Mitte Juni ex­trem kräfteraubende Wochen zu.

Zu den Befürwortern der Saison-Fortsetzung zählt auch Marcel Koller: „Es war wichtig, dass die Mehrheit dafür gestimmt hat, dass auf dem Platz entschieden wird, wer Meister und wer Cupsieger wird und dass das nicht am grünen Tisch passieren muss“, so der Trainer des FC Basel in einem Interview auf der vereinseigenen Homepage. Angesichts der enormen Strapazen begrüßt es Koller, dass wie bereits in der deutschen Bundesliga praktiziert, fünf statt der üblichen drei Spieler ausgewechselt werden dürfen.

Auch FCB- Sportchef Ruedi Zbinden sprach sich für die Wiederaufnahme des Spielbetriebs aus: „Wir haben Ziele in der Meisterschaft sowie im Cup und dem Europacup.“ Seine Aussage kann man sicher so deuten, dass die Basler auf zwei nationale Titel schielen und auch in der Europa League, wo sie nach dem 3:0-Hinspielerfolg gegen Eintracht Frankfurt beste Chancen auf den Einzug ins Viertelfinale haben, Herausragendes leisten wollen. Zudem können die „Bebbi“ diese finanziellen Einnahmen gut gebrauchen. Dem Vernehmen nach will die UEFA im August Champions und Europa League zu Ende bringen“.

Die nicht unerheblichen Einnahmen aus der Europa League wären sicherlich ein gutes Argument, um Leihspieler wie Arthur Cabral oder Edon Zhegrova von einem Verbleib über den 30. Juni hinaus zu überzeugen. Dann enden deren Arbeitspapiere, aber auch jene von Ramires, Emil Bergström, Ricky van Wolfswinkel, Kevin Bua, Zdravko Kuzmanovic und von Marcel Koller.

Die Zeit drängt. Das weiß auch Zbinden: „Wir müssen jetzt schnell mit den Spielern zusammensitzen, bei denen die Verträge auslaufen oder die nur leihweise bei uns sind.“ macht er deutlich. Es gibt also viel zu klären.

Der Re-Start am Wochenende, 19./20./21. Juni sieht für den FC Basel ein Auswärtsspiel beim FC Luzern vor. Am Dienstag oder Donnerstag darauf muss der FCB bei Xamax Neuenburg antreten, ehe er am Wochenende, 27./28. Juni, erstmals seit dem 23. Februar wieder ein Liga-Heimspiel austrägt. Gegner wird der FC Sion sein. Eines der zwei Teams also, die sich gegen eine Weiterführung der Liga ausgesprochen hatten.

Der Duell gegen Young Boys Bern folgt dann am 11. oder 12. Juli im heimischen St. Jakob-Park. Zehn Tage später steht das Gastspiel beim aktuellen Tabellenführer FC St. Gallen auf dem Programm. Beschlossen wird die Super League-Meisterschaft 2019/20 für den FC Basel am 2. August mit einem Heimspiel gegen Luzern.

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