FC Basel Rotation fällt moderater aus

Taulent Xhaka, hier im Duell mit dem Eindhovener Denzel Dumfries, ist angeschlagen. sein Einsatz heute in Thun ist deshalb fraglich. Foto: Grant Hubbs Foto: Die Oberbadische

Das 1:2 zu Hause gegen den FC St. Gallen wird Trainer Marcel Koller eine Lehre sein. Deshalb dürfte die Rotation heute Abend beim Gastspiel in Thun sicherlich moderater ausfallen. Denn: Trotz aller Euphorie nach dem spektakulären Auftritt in der Champions League-Qualifikation, darf der FC Basel den Erfolg in der heimischen Super League nicht aus den Augen verlieren.

Von Uli Nodler

Basel. Der Einzug in die dritte Qualifikationsrunde der europäischen Königsklasse hat bei den „Bebbi“ viele Wunden geheilt. Nach dem 2:1-Heimsieg gegen den holländischen Spitzenklub ist vorerst wieder Ruhe eingekehrt. Das Ausscheiden hätte fatale Folgen gehabt. Aus Spargründen hätten dann Spielerverkäufe folgen müssen. Doch die „Bebbi“ haben dem immensen Druck standgehalten, ist nun fix in dieser Saison auf internationaler Bühne dabei, hat zumindest einen Platz in der Europa League sicher.

Mit dem Weiterkommen in der Champions League-Qualifikation hat der FC Basel ein spektakuläres Signal gesetzt: Seht her, wir haben einen Großen bezwungen, können die Fans, die am vergangenen Dienstag wie ein Mann hinter dem FCB gestanden haben, wieder mit einer magischen Nacht begeistern.

Dieses 2:1 gegen Eindhoven könnte die seit zwei Jahren erfolgsentwöhnten Basler auch auf nationaler Ebene wieder in eine titelorientierte Zukunft führen. Sie haben am vergangenen Dienstag eine Menge Selbstvertrauen getankt.

Auch Coach Koller ist zunächst einmal aus der Schusslinie geraten. Er machte gegen Eindhoven alles richtig. International hat der FC Basel geliefert, nun will er es auch in der Super League tun. Schon heute in Thun will er damit beginnen. Anpfiff des dritten Meisterschaftsspiels ist um 19 Uhr.

Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass Koller nicht wie gegen St. Gallen gleich sieben Leistungsträger im anstehenden Meisterschaftsspiel außen vor lässt. Auf einen Valentin Stocker in dieser Form kann er eigentlich nicht verzichten. Aber auch Eder Balanta hat gegen Eindhoven im zentralen Mittelfeld eine große Partie abgeliefert. Das gilt auch für Silvan Widmer auf der rechten Außenverteidiger-Position. Und Stoßstürmer Albian Ajeti muss eh ran, weil Kemal Ademi verletzt ausfällt. Koller wird wohl allenfalls den angeschlagen Taulant Xhaka schonen und dafür Raoul Petretta auf der linken defensiven Außenbahn bringen.

Gegner Thun mit einem neuen Stürmer

Der FC Thun, der in den ersten beiden Super League-Partien jeweils Unentschieden spielte, präsentiert zum Match gegen Basel einen neuen, alten Stürmer. Drei Jahre nach seinem Wechsel zum Grasshopper Club Zürich kehrt der Stürmer Ridge Munsy ins Berner Oberland zurück. Damit soll die Offensivabteilung der Thuner für die kommenden englischen Wochen aufgerüstet werden.

Er ist im Berner Oberland noch in bester Erinnerung, der lebensfrohe kongolesisch-schweizerische Doppelbürger Ridge Munsy, der 2015 aus der Promotion League vom SC Kriens zum FC Thun Berner Oberland stieß.

Der zweikampfstarke Mittelstürmer wurde von den Thun-Fans schnell ins Herz geschlossen. Nach anderthalb Jahren im rot-weißen Dress wechselte Munsy 2016 zu den Grasshoppers. 2018 wurde er von den Zürchern erst an Erzgebirge Aue aus der zweiten deutschen Bundesliga und danach an den türkischen Erstligisten BB Erzurumspor ausgeliehen. Nun kehrt der mittlerweile 30-jährige Munsy zurück ins Berner Oberland.

Thuns Sportchef Andres Gerber freut sich: „Es ist unglaublich schön, dass wir Ridge erneut verpflichten konnten. Wir alle kennen seine Qualitäten und ich hoffe, dass er dort anknüpfen kann, wo er vor drei Jahren aufgehört hat.“

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