FC Basel Schlimmer geht’s nimmer

FCB-Trainer Ciriaco Sforza muss sich ernsthafte Sorgen um seinen Job machen.Foto: Archiv Foto: Die Oberbadische

Der Tiefpunkt ist erreicht. Der FC Basel leistete sich im Achtelfinale des Schweizer Cup-Wettbewerbs einen desaströsen Auftritt, gegen den unterklassigen Challenge League-Klub FC Winterthur im heimischen „Joggeli“, ging mit 2:6 (wir berichteten) unter.

Basel. Selbst die größten Kritiker des FCB hatten mit einer solchen Schmach nicht gerechnet. Die Basler zeigten eine derart schwache Leistung, wie sie von diesem Verein in diesem Ausmaß schon sehr, sehr lange nicht mehr geboten wurde. Die „Bebbi“ wurden von einem FC Winterthur abgewatscht, der die vergangenen drei Partien in der Challenge League verloren hatte und von enormen Verletzungssorgen geplagt war.

Nicht nur die Fans, die ihrem Frust nach dem Schlusspfiff mit Schmähgesängen vor dem St. Jakob-Park lautstark freien Lauf ließen, waren restlos bedient. Auch die Verantwortlichen des einstigen Serienmeisters dürften angesichts dieser Blamage eine schlaflose Nacht hinter sich haben.

Erstaunlich war sicherlich die Höhe der Niederlage, weniger die Niederlage an sich. Seit Ciriaco Sforza Trainer ist, hat die Mannschaft in dieser Saison selten überzeugt. Mehr denn je stellt sich nun aktuell die Frage: Ist Sforza dieser Aufgabe überhaupt gewachsen?

Dass dem nicht so ist, wird für viele immer wahrscheinlicher, zumal der FCB-Trainer nach dem 2:6 nur einen Satz ins Mikrofon hauchte: „Das war heute katastrophal.“ Mehr war dem einstigen Schweizer Nationalspieler nicht zu entlocken.

Die Aufstellung des FCB wirft natürlich auch Fragen auf. Leistungsträger wie Fabian Frei und Eray Cömert wurden geschont, tauchten im Kader für das Achtelfinal-Pokalmatch erst gar nicht auf. Und Arthur Cabral, der mit elf Treffern in dieser Saison beste Stürmer des FC Basel, schmorte während der gesamten Cup-Partie auf der Bank.

Füt Trainer Sforza kein gutes Omen

Aber nicht nur dem Basler Trainer war die Leidenschaft und Inspiration abhanden gekommen, auch seine Mannschaft ließ sich beim 2:6 hängen. Geradezu fatalistisch, ohne Gegenwehr ergaben sich die rot-blauen Spieler in ihr Schicksal.

Keine Frage: Nach diesem Auftritt hängt Sforzas Trainer-Job beim FC Basel an einem seidenen Faden. Und bei all jenen, die sich im August letzten Jahres überrascht die Augen gerieben hatten, als die Basler Führungsriege um ihren Präsidenten Bernhard Burgener den ehemaligen Challenge League-Trainer des FC Wil als Nachfolger von Marcel Koller vorstellten, ist diese sportliche Krise nun „Wasser auf ihre Mühlen“.

Ein halbes Jahr später liegt der FC Basel in der Super League zwar auf dem zweiten Platz, hat aber angesichts von 16 Punkten Rückstand auf Spitzenreiter Young Boys Bern keine Chance mehr, Meister zu werden. In der Europa League scheiterte der FCB in den Playoffs klar an CSKA Sofia. Und nun folgte das für alle schwer nachvollziehbare blamable Aus im Pokal. Aktuell taumelt Basel von einer Verlegenheit in die andere. Für Noch-Trainer Ciriac Sforza ist das kein gutes Omen.

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