FC Basel Sicherheit an erster Stelle

Arthur Cabral und der FC Basel wollen sich gegen Genf durchsetzen und damit Rang zwei verteidigen.Foto: Archiv Foto: Die Oberbadische

Nichts Neues in Sachen Stocker und nichts Neues, was die derzeitige Situation an Ausfällen anbelangt. Der in Ungnade gefallene Routinier wird heute Abend in Genf nicht mitwirken. Genauso wie gut zehn weitere Kicker des FC Basel, die verletzt oder gesperrt sind. Hoffnung auf ein gutes Ergebnis macht der Auftritt unter der Woche gegen die Young Boys.

Von Mirko Bähr

Basel. In der Rangliste der Super League geht es im Verfolgerfeld sehr, sehr eng zu. Servette als Vierter hat mit einem Sieg gegen die Gäste vom Rheinknie die Chance, den direkten Konkurrenten von Platz zwei zu verdrängen. „Das macht die Sache doch interessant. Wir wollen den zweiten Platz verteidigen, das ist unser Ziel. Aber abgerechnet wird bekanntlich am Schluss“, lässt Trainer Ciriaco Sforza bei der Medienkonferenz gestern Mittag wissen.

Der Kader des FCB ist weiterhin dünn besetzt. Einzig Yannick Marchand könnte nach seinen Bandscheibenproblemen ins Team zurückkehren. „Wir schauen, ob es Sinn macht, ihn mitzunehmen“, so Sforza. Alle anderen Verletzten müssen passen. Basels Übungsleiter hofft, dass in der Länderspielpause ein Großteil wieder zur Verfügung steht.

Wird bald schon Valentin Stocker wieder für die Rotblauen gegen das runde Leder treten? „Kein Kommentar, es gibt kein Update. Wir versuchen, nächste Woche zu informieren“, macht Mediensprecher Simon Walter klar. Stocker ist nach seinen negativen Äußerungen derzeit beurlaubt. Der Verein befindet sich mit ihm in Gesprächen.

Gesprächsbedarf mit seiner Truppe hatte Sforza nach dem 1:1-Remis gegen die Berner Young Boys nicht. Da hängte sich jeder rein. Die Basler rackerten um jeden Zentimeter und belohnten sich am Ende mit diesem guten Resultat. Mehr, und da muss man ehrlich sein, ist derzeit eben nicht drin. Und genau diese Einstellung verlangt Sforza erneut von seinen Schützlingen. „Ich möchte sehen, dass sie für den FC Basel alles geben, dass jeder Leidenschaft zeigt, läuferisch alles gibt und aggressiv jeden Zweikampf in Angriff nimmt“, macht der Coach deutlich.

Kompakt stehen und Aggressivität zeigen

Diese Eigenschaften benötigen die Basler auch in Genf. Denn Servette präsentiert sich derzeit als formstark, hat zwei Partien in Folge für sich entschieden. „Wir müssen wieder gut stehen, kompakt auftreten. Dazu braucht es die nötige Bereitschaft“, weiß Sforza. Er macht keinen Hehl daraus, dass der FCB in dieser „schwierigen Zeit“ die Defensive im Fokus hat. Erst einmal tiefer stehen. „Wir können auch anders, aber jetzt werden wir erst einmal Sicherheit walten lassen.“

Eine starke Abwehrarbeit steht und fällt auch mit dem Basler Turm in der Brandung. Die Rede ist von Timm Klose. Der hatte nach seinem Wechsel aus Norwich große Probleme, musste einige vermeidbare Gegentore schlucken. Gegen YB indes glänzte der Innenverteidiger. „Er war nicht im Rhythmus, als er zu uns kam. Aber wir brauchen Timm als Leader, und das ist er nun“, meint Sforza.

Einer, der sich erst einmal wieder hinten anstellen darf, ist Edon Zhegrova. Der Dribbelkünstler wurde von Aldo Kalulu, der sich bereits einen neuen Verein suchen durfte, auf die Bank verdrängt. „Er muss für die Mannschaft schaffen, das muss er noch lernen“, sagt Sforza über den Kosovaren. Kalulu sei frei im Kopf und mache seine Sache sehr gut, so Coach Sforza weiter.

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