FC Basel Südbadens Beste stellt der Hochrhein

Großartige -Leistungen, deutlich weniger Gewalt auf den Fußballplätzen und eine Steigerung der Anzahl von aktiven Schiedsrichtern um 26 Prozent im Spieljahr 2018 - diese überaus positiven Nachrichten prägten am Freitagabend die Jahreshauptversammlung (wir berichteten) der Schiedsrichter-Vereinigung Hochrhein in der Wehrer Stadthalle.

Von Uli Nodler

Wehr. Es gibt zwar noch die eine oder andere Baustelle und Luft nach oben, doch Bezirksschiedsrichter-Obmann Ralf Brombach machte kein Hehl aus seiner Freude über diese positive Entwicklung.

Der Spiritus Rector, also der lenkende Geist dieses unbestreitbaren Aufschwungs im Lager der Hochrhein-Fußballschiedsrichter darf sich Obmann Brombacher und sein Vorstandsteam mit Simon Wolf, Hafes Gerspacher, Dieter Grethler und Henning Nopper auf die Fahne schreiben. Im Bezirksvorsitzenden Uwe Sütterlin hat Brombacher einen kongenialen Partner gefunden. „Zwischen uns passt kein Blatt Papier“, schätzt der Kanderner Brombacher die Zusammenarbeit mit dem Hochrhein-Fußballchef aus Eimeldingen sehr.

Auch im 15. Jahr seiner Amtszeit hat Brombacher Bemerkenswertes geleistet. Nach Rücksprache mit dem Bezirksvorsitzenden rief Ralf Brombacher beim Bezirkstag im Juli letzten Jahres eine bemerkenswerte Aktion ins Leben. Angesichts des gravierenden Schiedsrichter-Mangels im Bezirk nahm der Obmann alle Vereine mit ins Boot. Es wurde am Bezirkstag beschlossen, dass jeder Verein einen neuen Schiedsrichter, der dann in einem Schnellkurs ausgebildet wird, bringt.

Unter dem Strich brachte es dem Bezirk 45 zusätzliche Schiedsrichter ein. Diese Zahl ergibt sich aus 66 Neulingen, fünf Zugängen und 26 Abgängen in der Saison 2017/18. „Einzelne Vereine hatten sich zwar nicht mit Ruhm bekleckert, aber wir haben aktuell 45 Schiedsrichter mehr als im Vorjahr. Und damit denke ich, haben wir alles richtig gemacht“, betont Brombacher.

Waren es in der Spielzeit 2016/17 noch 167 aktive Unparteiische, so pfiffen in der jüngst zu Ende gegangenen Fußball-Saison 212 Schiedsrichter. Für Ralf Brombacher war diese Steigerung zwingend: „Mit unserem Engagement und vier zusätzlichen Ausbildungskursen für neue Schiedsrichter haben wir die Besorgnis erregende Lage des abgelaufenen Spieljahres retten können.“

Frohe Kunde aus dem überregionalen Fußball brachte Verbandslehrwart Andreas Klopfer, der den erkrankten Verbands-Schiedsrichterobmann Manfred Schätzle vertrat. Seinen Ausführungen war zu entnehmen, dass der Bezirk Hochrhein in der vergangenen Saison auf überregionaler Ebene die besten Schiedsrichter stellte.

Unglaublich, aber wahr: Sowohl in der Oberliga Baden-Württemberg als auch in der Verbands- und Landesliga stehen Unparteiische aus dem Bezirk Hochrhein an Position eins. Bester Hochrhein-Schiedsrichter in der Oberliga war Jonas Brombacher (Gruppe Markgräflerland). Der 20-Jährige steigt damit in die Regionalliga auf. Damit stellt der Bezirk Hochrheinerstmals nach 21 Jahren wieder einen Schiedsrichter in der Regionalliga. Der letzte war Vater Ralf Brombacher, der heutige Schiedsrichter-Obmann. Luigi Satriano (Gruppe Wiesental) und Hafes Gerspacher (Gruppe Markgräflerland) belegten in der Oberliga-Schiedsrichter-Rangliste gemeinsam Platz acht.

„The same procedure as every year“ - die Nummer Eins der Verbandsliga heißt wieder Steffen Fante (Gruppe Markgräflerland). Die Plätze zwölf und 14 hatten Ramon Leisinger (Gruppe Markgräflerland) und Simon Wolf (Gruppe Rheintal) inne.

Platz eins und damit den Spitzenplatz in der Landesliga erreichte Marco Brendle (Gruppe Markgräflerland). Brendle verzichtete jedoch auf den Aufstieg in die Verbandsliga zu Gunsten des 13 Jahre jüngeren Drittplatzierten Stefan Mera-Linz (Gruppe Wiesental). Die weitere Rangfolge aus Hochrhein-Sicht: Gaspare Lombardo (Gruppe Rheintal), Francesco Natale (Gruppe Wiesental), Stefan Schmidt (Gruppe Hochrhein) alle Platz 13, Matthias Heilig (Gruppe Klettgau) und Dominik Homberger (Gruppe Rheintal) beide Platz 31, Remigiusz Baran (Gruppe Markgräflerland) Rang 39, Philipp Wendt (Gruppe Klettgau) und Mark Hohmann (Gruppe Rheintal) beide Rang 44 sowie Nico Martorana (Gruppe Wiesental) Platz 52 von 59 Schiedsrichtern.

Die Stimmung und das Verhalten auf den hiesigen Fußballplätzen der Region ist nach wie vor nicht von höchstem Respekt und Harmonie geprägt. Dennoch ist Fakt, dass der Schiedsrichter weitgehend unantastbar ist.

Mittlerweile sind es fünf Jahre her, seit die Schiedsrichter-Vereinigung Hochrhein einen kompletten Spieltag auf Bezirksebene aufgrund der Übergriffe auf die Schiedsrichter abgesetzt hat. Diese ungewöhnliche Maßnahme hat ihren Zweck erfüllt. Denn: „Was wir erreichen wollten, haben wir erreicht. Die körperlichen Angriffe auf Schiedsrichter sind in der Saison 17/18 auf ein Minimum gesunken“, freut sich Ralf Brombacher.

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