FC Basel Und ein bisschen Schwein war auch dabei

FCB-Stürmer Arthur Cabral (Mitte) tankt sich gegen zwei Gegenspieler durch. Foto: Grant Hubbs Foto: Die Oberbadische

Von Mirko Bähr

Basel. Schwein gehabt haben die Kicker des FC Basel am Donnerstagabend schon. Hätte es schon in der Gruppenphase der Europa League den Videobeweis gegeben, und wäre in einer heißen Schlussphase der Schuss von Nemanja Maksimovic nicht am Pfosten gelandet, wäre es wohl nichts mit dem 2:1-Heimerfolg gegen den FC Getafe geworden.

Und auch nichts mit der spontanen Jubelfeier in den Katakomben und dem freudigen Schnappschuss aus der Kabine, der gleich über die sozialen Medien verbreitet wurde. Schließlich hat der FCB bereits vorzeitig die K.o.-Runde des Wettbewerbs erreicht. Nach vier Partien und drei Siegen.

Hätte, wäre, wenn: Man könnte aber auch einfach sagen, dass die Basler dieses Mal das Glück des Tüchtigen für sich in Anspruch nehmen durften. Jede Menge Arbeit hatten sich nämlich schon in den Tagen zuvor die Fans der Muttenzer Kurve gegeben, die Überziehleibchen bastelten und am Spieltag dann jeden Sitzplatz im St. Jakob-Park damit bestückten. „90 Minute arbhalte“, hieß das Motto. Und als dann zu den Klängen der Europa League-Hymne die riesige Choreo im Stadionrund enthüllt wurde, war das Staunen groß. „Unentwägt unterwägs“, stand da in großen Lettern geschrieben. Der Grund: 20 Jahre europäischer Spitzenfußball mit dem FCB. „Es war eine fantastische Choreo. Es ist schön, dass wir das Weiterkommen in diesem Rahmen feiern konnten“, hielt Trainer Marcel Koller nach dem Match fest.

Und auch in dieser Saison ist der Weg noch nicht zu Ende. Schon jetzt ist klar, dass die „Bebbi“ auf der europäischen Bühne überwintern. Der FCB ist in Gruppe C nicht mehr von einem der ersten beiden Plätze zu verdrängen. 5:0 gegen Krasnodar, 2:2 bei Trabzonspor, 1:0 bei Getafe und nun also der glückliche 2:1-Erfolg gegen die Spanier vor 26 298 Fans im St. Jakob-Park.

Arthur Cabral, der bullige Brasilianer, behielt die Ruhe und brachte den FCB nach feinem Zuspiel des Rheinfelders Raoul Petretta schon nach acht Minuten in Front. Mit dem Pausenpfiff gelang Getafe, das einmal mehr mit vielen Fouls operierte, um den Spielfluss des Gegners zu stören, durch Jaime Matas verwandeltem Elfer der Ausgleich. Den Siegtreffer erzielte Fabian Frei. Nach gut einer Stunde hatte zuvor Silvan Widmer den Turbo gezündet und den Basler Routinier mustergültig bedient.

„Es ist gut, wenn in den letzten beiden Spielen ein wenig Druck wegfällt“, freute sich Koller. Beim Super League-Gastspiel in Lugano am Sonntag, 16 Uhr, geht es für die Basler nach zwei sieglosen Partien darum, wieder auf die Erfolgsspur zu gelangen.

FC Basel – FC Getafe 2:1 (1:1). - Tore: 1:0 (8.) Cabral, 1:1 (45./Foulelfmeter) Mata, 2:1 (60.) Frei. SR: Boiko (Ukraine). Z.: 26 298 Zuschauer.

FC Basel: Omlin; Widmer, Cömert, Alderete, Riveros; Frei, Xhaka (64. Campo); Zhegrova (88. Pululu), Zuffi, Petretta; Cabral (73. Ademi).

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