FC Basel Von Spektakel keine Rede mehr

Arthur Cabral & Co. blicken mit Wehmut zurück, als der FCB mit Offensivpower den Gegner überrannt hat. Foto: Grant Hubbs

Beim unterklassigen FC Rorschach-Goldach ist der FC Basel im Cup-Wettbewerb in die Erfolgsspur zurückgekehrt. Zuvor ist Rotblau fünfmal in Folge sieglos geblieben. Auch am Bodensee aber konnte der FCB sein derzeitiges Problem nicht abstellen. In der Offensive weht nur ein laues Lüftchen.

Von Mirko Bähr

Basel. Heute Abend reist der FCB wieder in die Ostschweiz. Anpfiff dieser Begegnung des siebten Spieltages ist um 20.30 Uhr. Diesmal geht es in der Super League um Punkte. Es wartet der schwach gestartete FC St. Gallen auf die „Bebbi“. Die waren spektakulär in die neue Saison gestartet. Nun ist Harmlosigkeit im Spiel nach vorne Trumpf. Es fehlen die Ideen. Es fehlt der zündende Moment.

Drei Treffer schossen die Schützlinge von Coach Patrick Rahmen zwar im Cup-Spiel, doch mehr als eine Pflichterfüllung gegen das Amateurteam war das nicht. „Wir hätten natürlich gerne höher gewonnen und gerne mehr klare Torchancen erarbeitet“, meinte jüngst FCB-Kaderplaner Philipp Kaufmann im Interview mit Telebasel.

Die Offensivpower ist den Baslern wohl in der Nationalmannschaftspause abhanden gekommen. Schon in Lugano, als sich der FCB zu einem 1:1-Unentschieden mühte, war diese Baustelle nicht zu übersehen. Immerhin: Auf nationaler Ebene ist die Rahmen-Equipe noch immer ungeschlagen.

Ein Grund könnte der Ausfall zweier Aktivposten und kreativer Unterschiedsspieler sein: Sebastiano Esposito und Edon Zhegrova müssen verletzungsbedingt zuschauen? Nun sind die neu verpflichteten Talente gefordert. Sie werden ins kalte Wasser geworfen und müssen liefern. Doch nicht jeder neue Spieler könne sofort so einschlagen wie ein Esposito oder ein Andy Pelmard, meinte dazu Kaufmann. „Das ist bei jedem Spieler unterschiedlich. Und so bekommen die Neuen Zeit, um sich zu integrieren“, macht Kaufmann klar.

Heute Abend geht es beim FC St. Gallen zur Sache. Dort konnte man im Pokal endlich einmal wieder ein Erfolgserlebnis feiern. Auf die 1:5-Pleite in der Liga gegen Servette folgte nun ein 7:2-Sieg bei Erstligist Chênois. Fabian Schubert war dabei gleich viermal erfolgreich. In der Super League hat er noch nicht getroffen und St. Gallen nicht überzeugt.

Gerade einmal sechs Punkte stehen nach sechs Spielen auf der Habenseite des Klubs von Peter Zeidler, dem deutschen Trainer. Die Defensive ist das Problem der St. Galler. Vor allem nach Standards klingelt es immer wieder im Kasten der Ostschweizer. „Mit einer guten defensiven Mentalität beginnt erfolgreicher Fußball“, ließ Zeidler zuletzt wissen.

Während beim Gegner die Abwehr alles andere als sattelfest daherkommt, stottert beim FCB derzeit der Motor in der Offensive. „Sie sind spielbestimmend und dominant. Ideen habe ich aber keine gesehen. Und wenn einer dann mal durchkommt, dann fehlt es an Präzision“, meinte dieser Tage auch FCB-Legende Erni Maissen.

„Wir hatten zu Beginn sehr hohe Resultate drin, die vielleicht die Realität nicht vollends widergespiegelt haben“, sagte Kaderplaner Kaufmann. Alles schlecht reden wollte er derweil nicht. „Aber wir müssen wieder Tore schießen.“ Davor soll natürlich auch Arthur Cabral sorgen, der im Pokal, wie einige andere Stammkräfte auch, geschont wurde.

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