FC Basel Welches FCB-Gesicht gibt’s diesmal zu sehen?

Jonas Omlin hat sich am Oberschenkel verletzt.Foto: Archiv Foto: Die Oberbadische

Von Mirko Bähr

Basel. 5:0 in St. Gallen? Da rieb sich mancher Anhänger des FC Basel verwundert die Augen? Ist das wirklich wahr? Ja, das war es. Wie schon beim 2:1 gegen Eindhoven oder bei den Europa League-Erfolgen gegen Getafe, Trabzonspor, Krasnodar oder Nikosia, beim klaren 3:0 gegen Spitzenreiter Young Boys im Dezember oder beim 3:0-Sieg bei der Eintracht aus Frankfurt haben die Basler Kicker gezeigt, zu was sie eigentlich fähig sind.

Gegen starke Gegner zeigt der FCB ein ganz anderes Gesicht als gegen schwächere Teams. Da wurden wichtige Zähler gegen Xamax, Thun oder auch Sion liegen gelassen. Und das rächt sich nun eben. Drei Spieltage vor dem Ende ist der Meisterschaftszug einmal mehr abgefahren. Die Berner werden wohl zum dritten Mal in Folge jubeln. Und die Basler Fans fragen sich, warum spielt ihr Team nicht immer so auf wie unter der Woche in der Innerschweiz.

„Ich weiß auch nicht genau, woran es liegt. Aber es ist so, dass wir in gewissen Momenten gegen vermeintlich einfache Gegner Punkte liegen lassen, die man nicht liegen lassen sollte“, sagt Kapitän Valentin Stocker nach dem Triumph in St. Gallen. Es scheint, als brauchen die Schützlinge von Coach Marcel Koller eine knifflige Aufgabe, eine hohe Hürde, die sie meistern wollen, um selbst mit großem Elan bei der Sache zu sein. In diesem Zusammenhang spricht man gerne von einer launischen Diva. Das bedeutet nichts anderes, als dass der FCB in dieser Saison zwei Gesichter zeigt.

Welches zeigen die Rotblauen morgen, wenn es ab 16 Uhr im heimischen „Joggeli“ gegen den FC Lugano geht? Immerhin gehören die Tessiner nicht gerade zu den Top-Teams der Liga, befinden sich im Niemandsland der Tabelle. Allerdings hat der FCB noch Chancen, den FC St. Gallen von Platz zwei zu verdrängen. Das sollte Ansporn genug sein.

Ob Torhüter Jonas Omlin gegen Lugano zwischen den Pfosten stehen kann, steht nicht fest. Der 26-Jährige hatte sich nach einer tollen Parade in St. Gallen an den rechten Oberschenkel gefasst. Muskuläre Probleme sorgten wohl für seine Auswechslung. Apropos Omlin. Sollte der umworbene Schlussmann in die Bundesliga wechseln, stünde laut der österreichischen „Kronen-Zeitung“ bereits sein Nachfolger parat. Die Zeitung berichtet, dass der FC Basel Heinz Lindner im Blick hat. Der 30-Jährige stand zuletzt bei Wehen Wiesbaden unter Vertrag. Er würde dann mit Youngster Djordje Nikolic das Torwartduo bilden.

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