FC Basel Wittlingen II im freien Fall

Fabian Schreiner
Blick in eine ungewisse Zukunft: Cheftrainer Sebastian Alesi befindet sich mit dem FC Wittlingen II derzeit im freien Fall. Foto: Michael Hundt

Vor dem zwölften Spieltag der Kreisliga A-West ist die Bilanz des TuS Lörrach-Stetten weiterhin makellos. Ein Bein stellen möchte dem Primus nun der bislang so überzeugend aufspielende sowie heimstarke SV Karsau. Im freien Fall befindet sich aktuell der FC Wittlingen II. Nicht stattfinden kann derweil die Partie in Herten.

Von Fabian Schreiner

Lörrach. Sage und schreibe 15 Punkte mehr als in der vergangenen Saison nach elf Spielen hat der TuS Lörrach-Stetten auf dem Konto. Die Schützlinge von Trainer Sascha Müller führen alle wesentlichen Statistiken der Liga an. Einzig in der Heimtabelle steht der TuS auf Rang zwei (15 Punkte), wobei Stetten auch ein Spiel weniger absolviert hat als der SV Karsau. Bei jenem Aufsteiger, der vor heimischer Kulisse in sechs Spielen 18 Zähler geholt hat, gastieren die Stettener nun am Sonntag ab 15 Uhr. „Das wird definitiv eine schwere Aufgabe“, weiß Müller. „Ob es bisher aber die schwerste der Saison sein wird, kann ich jetzt noch nicht sagen. Wir haben auch schon in Hauingen gespielt. Und sie zählen für mich zu den stärksten Mannschaften der Liga.“

Ende September hatten sich die Stettener nach Rückstand noch mit 3:1 in Hauingen durchgesetzt. Mit der Gesamtsituation kann Müller aktuell natürlich mehr als zufrieden sein. Dennoch sieht der Coach noch Verbesserungspotenzial: „Die Chancenverwertung ist ausbaufähig. Im Spiel nach vorne treffen wir zudem noch zu oft die falschen Entscheidungen. Wichtig ist, Räume zu sehen und sie zu bespielen.“ Personell kann der Spitzenreiter seit Wochen aus dem Vollen schöpfen. Auch in Karsau hat Müller keine prominenten Ausfälle zu beklagen.

Da der FC Wittlingen II vor einer Woche mit zu großen Verletzungsproblemen zu kämpfen hatte, konnten die Kandertäler die Auswärtspartie beim FV Lörrach-Brombach II nicht antreten. Das Spiel wurde mit 3:0 für den FVLB gewertet. Für die Wittlinger war das bereits die sechste Niederlage in Serie. Nach einem guten Saisonstart mit neun Punkten nach vier Spieltagen und Rang fünf befindet sich die Elf von Trainer Sebastian Alesi im freien Fall.

Gerade einmal ein Zähler kam in der Folge hinzu. Wittlingen ist bis auf den 13. Tabellenplatz abgerutscht. Ganz so überraschend kommt diese Entwicklung allerdings nicht. Schließlich hatte man beim FCW in der Sommerpause einen großen Umbruch vollzogen. 14 Spieler haben nach der vergangenen Runde aufgehört.

Zu Beginn der Vorbereitung standen Alesi gerade einmal sechs Spieler zur Verfügung. Nun sind es immerhin 15. Am kommenden Sonntag, 10.30 Uhr, im Heimspiel gegen den SV Schopfheim kann die Bezirksliga-Reserve wieder eine Mannschaft stellen. „Wir wollen den Turnaround schaffen. Das gelingt aber nur, wenn wir Leidenschaft, Willen und Ehrgeiz an den Tag legen“, betont Alesi. „In den letzten Spielen sind wir immer mit einem Unentschieden in die Halbzeit gegangen. Danach sind wir leider jedes Mal eingesackt. Wir müssen mehr machen, um unsere Ziele zu erreichen.“

Nun gelte es sich bis in die Winterpause zu retten. „Dann müssen wir uns verstärken. Wir brauchen definitiv noch mehr Leute“, macht Alesi deutlich. „Bei uns ist es ja auch eine Frage der Qualität. Die ist niedrig. Aber die Entwicklung beim einen oder anderen stimmt mich positiv. Wir werden gemeinsam durch diese Zeit durchgehen, auch wenn es gerade schwer ist“, gibt sich der Wittlinger Übungsleiter kämpferisch.

Wie schon der FC Wittlingen II und der SV Eichsel kann nun auch der SV Herten II wegen Personalmangels nicht antreten. Die Heimpartie gegen den FC Hauingen wurde abgesetzt. Damit gehen die drei Punkte nach Hauingen. „Von Hertener Seite gab es die Anfrage auf Verlegung. Allerdings kam diese erst am Mittwochabend. Das war uns einerseits zu kurzfristig. Viel entscheidender war aber die Tatsache, dass wir das Spiel nicht unter der Woche nachholen wollten“, erklärt Hauingens Trainer Mick Fahr. Eventuell steht nun am Samstag eine Trainingseinheit für Fahrs Team auf dem Programm. „Mir passt es eigentlich nicht, den Rhythmus zu unterbrechen. Auf die Schnelle wird sich aber auch wahrscheinlich kein Testspielgegner finden.“

Für den FC Hausen geht es Schlag auf Schlag. Nach dem Derby beim SV Schopfheim (1:2) steht am Samstag, 14.30 Uhr, das nächste brisante Nachbarschaftsduell auf dem Plan, wenn es zuhause gegen den TuS Kleines Wiesental geht. Seit 2018 konnten die Hausener übrigens nicht mehr gegen den TuS gewinnen. Das soll sich aus Sicht von Hausen-Trainer Michael Brunner heuer natürlich wieder ändern.

Die weiteren Paarungen des zwölften Spieltags: Spvgg. Bamlach-Rheinweiler - FV Lörrach-Brombach II (Sa.; 17.30 Uhr); SV Todtnau - FC Steinen-Höllstein (So.; 14 Uhr); Bosporus FC Friedlingen - SV Eichsel (So.; 15 Uhr), SV Weil II - FSV Rheinfelden II (So.; 15.30 Uhr).

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