^ Feuerwehreinsatz in Lörrach: Giftiges Quecksilber im Museumsdepot in Tumringen ausgetreten - Lörrach - Verlagshaus Jaumann

Feuerwehreinsatz in Lörrach Giftiges Quecksilber im Museumsdepot in Tumringen ausgetreten

bk , aktualisiert am 15.11.2022 - 18:04 Uhr

Einsatz des Gefahrgutzugs der Lörracher Feuerwehr in den ehemaligen Räumen der Gaba in Tumringen: Beim Umzug der Sammlungsobjekte des Dreiländermuseums ins neue Depotgebäude in Brombach haben Museumsmitarbeiter am frühen Nachmittag eine silbrige Substanz auf dem Boden entdeckt: giftiges Quecksilber, wie sich herausstellte.

Von Bernhard Konrad

Lörrach.Eine Erstuntersuchung durch Experten des DRK ergab bei den vier Mitarbeitern der Kultureinrichtung keine Hinweise auf Vergiftungserscheinungen. Möglicherweise müssen weitere Diagnosen folgen.

40 Wehrleute vor Ort

Etwa gegen 14.45 Uhr wurden Polizei und Feuerwehr von dem Vorfall informiert. Letztere rückte mit den Fahrzeugen des Gefahrgutzugs und rund 40 Mann zum Ort des Geschehens aus. Wie Feuerwehrkommandant Manuel Müller gegenüber unserer Zeitung erklärte, prüften Fachkräfte mit schweren Schutzanzügen die  Lage und bestätigten, dass es sich bei der Substanz um Quecksilber handelt. Woher diese stammt, ist noch unklar. Die Wehr war bis in den Abend damit beschäftigt, das Quecksilber fachgerecht zu binden und abzutransportieren.

Keine Gefahrstoffe ins Freie gedrungen

Das Umfeld des Gebäudes wurde abgesperrt. Nach Sachlage sind keine Gefahrstoffe nach außen ins Freie gedrungen, so Julian Pels, Einsatzleiter der Polizei.

Evakuierung erforderlich

Simon Redling leitete den Einsatz für das Deutsche Rote Kreuz. Insgesamt seien sicherheitshalber 25 bis 30 Personen aus Teilen des Gaba-Komplexes evakuiert worden. Sie konnten sich in einem sicheren Teil des Gebäudes aufhalten.

Mitarbeiter symptomfrei

Die Museumsmitarbeiter seien symptomfrei gewesen, was zunächst ein gutes Zeichen sei. Für eine abschließende Beurteilung sei es aber noch zu früh, so Redling gegen 17 Uhr. Denn: Zu diesem Zeitpunkt lagen noch keine endgültigen Erkenntnisse über die Quecksilberkonzentration im Raum vor. Das DRK war mit vier Fahrzeugen und sieben Mitarbeitern in Tumringen.

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