Fischingen Aktivität in Fischingen steigern

Der Rohentwurf der Arbeitsgruppe Jugendarbeit: So könnte der Sportplatz in Zukunft aussehen. Grafik: zVg Foto: Weiler Zeitung

Fischingen soll attraktiver werden, darum stellte die Arbeitsgruppe Jugendarbeit dem Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung einen Rohentwurf für die Erweiterung des Sportplatzes vor. Die Gemeinderäte Michael Becherer und Jochen Bürgin präsentierten die Idee.

Von Alisa Eßlinger

Fischingen . Im Vordergrund stehe vor allem, dass die Aktivität in der Gemeinde gesteigert werden und somit ein neuer Ort zum Sport treiben, Spielen, Entspannen und Verweilen entstehen soll, beschrieb Bürgin die Pläne. „Es gibt dafür nicht viele Möglichkeiten in Fischingen“, sagte Becherer. Darum hat sich die Arbeitsgruppe den alten Fußballplatz ausgesucht, um dort einen Sportpark zu schaffen.

Die Idee dahinter: Aus dem alten Fußballplatz könnte ein Hybridplatz werden, der Sportarten wie Hand-, Volley- und Basketball sowie Badminton ermöglicht. „Und Fußball, das ist bei uns im Ort wichtig“, hob Bürgermeister Axel Moick hervor. „Wichtig ist uns, dass der neue Sportplatz einen parkähnlichen Charakter erhält“, sagte Becherer. Denn die Grünfläche soll auch Platz für Aktivitäten ohne Ball bieten, fügte er hinzu. Daher will man einen Grillplatz einrichten, und die alte Tischtennisplatte vom Spielplatz könnte auch im neuen Sportpark Platz finden. Außerdem kann sich die Arbeitsgruppe ein Calisthenics-Areal vorstellen: „So können die Eltern sich auch fit halten, wenn die Kinder auf dem Spielplatz sind“, lachte Bürgin. Sitzgelegenheiten und Schattenmöglichkeiten sollen ebenfalls geschaffen werden, um auch Möglichkeiten zum Pause machen und Zuschauen zu bieten. Darum will man weitere Bäume und Hecken im Zuge der Neugestaltung pflanzen. Hinzu sollen auch noch Sanitäranlagen und ein Geräteschuppen kommen.

Online-Umfrage

Es stünden aber auch noch viele Fragen offen, wie zum Beispiel nach der Beschaffung des Bodens. Denn mit einem Gummiboden könnten auch die Aufprall-Geräusche von Bällen gedämmt werden, ging Bürgin auf Bedenken von Anwohnern ein, die Angst vor zu hoher Lautstärke haben.

Gemeinderätin Anke Hollnagel merkte an, dass eine Online-Umfrage in der Gemeinde durchgeführt werden soll, damit Ideen für den neuen Sportpark gesammelt werden können. „Vielleicht nimmt es auch die Angst der Anwohner, dass es zu laut werden kann“, sagte sie.

„Wir sind noch in der Ideenfindung, daher nehmen wir auch gerne Vorschläge an. Schließlich wollen wir etwas schaffen, das für alle schön ist“, sagte Bürgin, und Becherer bemerkte: „Der Rahmen für die Umfrage muss dann aber eng gehalten werden, sonst haben wir zu viel, das untergebracht werden muss, dann zieht sich die Umsetzung noch lange hin.“ Schließlich solle bereits im kommenden Jahr mit der Umsetzung begonnen werden, so Bürgin. Aber beide versicherten, mit der Mediengruppe über eine solche Befragung zu sprechen.

Auch Gemeinderat Michael Ulrich unterstützt den Rohentwurf: „Ich finde, dass das ein evolutionärer Schritt ist.“

Der nächste Schritt für die Arbeitsgruppe wird sein, ein fertiges Konzept zu erstellen mit Hilfe eines Landschaftsplaners. Eine Voranfrage für einen Multifunktionsplatz hat die Arbeitsgruppe bereits gestellt. „Das ist nicht ganz billig“, gab Bürgin zu. Doch beide versicherten, dass sie sich auch um Zuschüsse kümmern wollen. „Ohne diese wird es schwierig für uns als kleine Gemeinde, den Sportpark umzusetzen“, sagte Bürgin. Denn allein der Multifunktionsplatz könnte 350 000 Euro kosten.

Sportverein unterstützt

„Wir haben auch mit der Vorsitzenden des Sportvereins gesprochen und sie hat uns die Hilfe des Vereins zugesagt“, berichtete Becherer. Schließlich habe auch der Verein Interesse an dem neuen Sportpark.

Bürgermeister Moick führte an, das es zu bedenken gelte, dass die Entscheidung für einen neuen Sportpark eine langjährige Finanzierung mit sich bringe und der Ergebnishaushalt dies tragen können müsse. „Der Unterhalt für den Park muss in Relation zur Ortsgröße stehen“, bemerkte er und meinte auch: „So ein Park verpflichtet uns auch, dass dieser immer im guten Zustand erhalten bleibt.“ Darum finde er auch, dass man lieber die Sachen, die von der Gemeinde gewollt werden, gut umsetzen soll. „Wir brauchen die Rückendeckung vom Dorf, daher ist es wichtig, dass das, was mehrheitlich gewünscht ist, auch umgesetzt wird“, sagte Moick. Beide Gemeinderäte betonten, dass es sich bei dem Rohentwurf um eine Diskussionsgrundlage handele und noch nichts in Stein gemeißelt sei.

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