Fischingen Becken erneut unter der Lupe

Nur eine bestimmte Menge an Abwasser darf über das Kanalisationsnetz an die Kläranlage weitergeleitet werden. Foto: sba Foto: Weiler Zeitung

Ein großes Thema ist in Fischingen derzeit der mögliche Bau eines neuen Regenüberlaufbeckens, dass mit mehr als 900 000 Euro zu Buche schlagen könnte. In der jüngsten Sitzung legte nun Matthias Kipf, Experte und Mitarbeiter des Landratsamts, erneut die wichtigsten Punkte dar und beantwortete die Fragen der Gemeinderäte. Am Ende der Debatte gab das Gremium für die weiteren Planungen grünes Licht.

Von Ingmar Lorenz

Fischingen. Entsprechend der großen Summe, die Fischingen in das Projekt wird investieren müssen, wurde die Situation in der jüngsten Gemeinderatssitzung ausführlich beleuchtet.

In einer umfassenden Präsentation ging Matthias Kipf, der auf Wunsch des Gemeinderats die Sichtweise des Landratsamts darlegte, unter anderem auf die verschiedenen Abwassersysteme in Fischingen, auf die Historie in Sachen Abwasserbeseitigung und auf die rechtlichen Rahmenbedingungen ein.

Fischingen muss auf Grundlage einer Schmutzfrachtberechnung sein bislang bestehendes Beckenvolumen deutlich erhöhen (wir haben berichtet). Nach ersten Einschätzungen, die Kipf nun bestätigte, ist die dafür geeignetste, aber eben auch kostenintensivste Lösung der Bau eines neuen Beckens am Standort des alten RÜB 27.

Alle Möglichkeiten prüfen

Vor allem Gemeinderat Axel Zangenberg sprach sich in der Sitzung erneut für die Prüfung aller anderen Möglichkeiten aus. Aus seiner Sicht könne man das geforderte Volumen auch durch Umbauten der bestehenden Anlage erreichen.

Auch wollte Zangenberg wissen, warum anstatt des geforderten Mehrvolumens zur Vorhaltung des Wassers in Fischingen nicht eine größere Menge an die Kläranlage „Bändlegrund“ abgegeben werden könnte. Schließlich gebe es dort noch ausreichend Spielraum.

Kipf erklärte jedoch, dass dadurch die Kapazitäten des Kanalnetzes in Efringen-Kirchen überlastet würden.

Gemeinderat Jochen Bürgin wies darauf hin, dass die Kosten umgerechnet auf die Kubikmeterzahl aus seiner Sicht sehr hoch seien. Kipf versicherte hingegen, dass man sich diesbezüglich in Fischingen im „oberen Mittelfeld“ bewege.

Michael Ulrich stellte anknüpfend an die Ausführungen von Axel Zangenberg die Frage, ob ein neues Becken wirklich die einzige Möglichkeit sei. Kipf und Bürgermeister Axel Moick erklärten, dass dies die künftige Planung zeigen müsse.

Eine erste Prüfung der Zustände vor Ort durch ein Ingenieurbüro, die in der Sitzung im November vorgestellt worden war, hatte ergeben, dass es auch andere Möglichkeiten geben könnte, dass geforderte Volumen zu erreichen. Bereits damals war aber eine klare Empfehlung für den Neubau des Beckens ausgesprochen worden.

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