Fischingen Der Einzug steht kurz bevor

Das kommunale Wohnhaus in Fischingen wird bald von zwei Familien bezogen. Foto: Ingmar Lorenz

Fischingen - Der Fischinger Gemeinderat hat in seiner jüngsten Sitzung die Miete im kommunalen Wohnhaus auf elf Euro pro Quadratmeter festgelegt. Drei geflüchtete Familien werden das Haus zeitnah beziehen. Die Bürger haben indes Gelegenheit, sich bei einem „Tag der offenen Tür“ ein Bild von dem neuen Gebäude zu machen.

Bei den Flüchtlingen, die bisher in Ferienwohnungen untergebracht wurden, handelt es sich um zwei Familien aus Syrien und eine Familie aus dem Irak. Mit dem bevorstehenden Einzug in den Neubau sollten nun auch die Gebühren entsprechend angepasst werden.

Bürgermeister Axel Moick hatte zehn Euro pro Quadratmeter vorgeschlagen, um sicherzugehen, dass die Summe auch erstattet werde, schließlich einigte man sich in der Ratsrunde dann auf elf Euro. Es sei nicht nachvollziehbar, Kosten zu übernehmen, die ansonsten vom Landkreis gedeckt würden, meinte Bernd Schopferer. Angesichts der hohen Investition für das kommunale Wohnhaus müsse es auch darum gehen, wirtschaftlich und verantwortlich mit den finanziellen Mitteln der Gemeinde umzugehen.

Mietgebühren für Flüchtlinge werden vom Landkreis Lörrach erstattet, der außerdem die Nebenkosten übernimmt. Sollte es eine Differenz geben, wird diese jeweils von der Gemeinde bezahlt. Innerhalb des Verbands lägen die Gebühren zwischen elf und 14 Euro.

Den Beschluss über die Änderung der „Benutzungs- und Gebührensatzung der Gemeinde Fischingen für Obdachlosen- und Flüchtlingsunterkünfte“ fällte der Gemeinderat unter dem Vorbehalt, dass die veranschlagte Mietgebühr den Anforderungen des Sozialgesetzbuchs entspricht. Die Verwaltung wurde beauftragt, die Höhe der zulässigen Mietpreise entsprechend zu überprüfen, da in den Bau des kommunalen Wohnhauses auch ein Zuschuss aus dem Landesförderprogramm „Wohnraum für Flüchtlinge“ geflossen war.

In der Satzung, die als Ersatz für einen regulären Mietertrag gilt, war bisher eine Gebühr von acht Euro pro Quadratmeter festgelegt.

Besichtigung am 22. Februar

Der „Tag der offenen Tür“ im kommunalen Wohnhaus findet am Freitag, 22. Februar, ab 15.30 Uhr statt.

Wie ­Moick erklärte, werden das Erdgeschoss und das Dachgeschoss zur Besichtigung zugänglich sein. Die mittlere Wohnung werde voraussichtlich schon bezogen sein, sofern alles nach Zeitplan laufe.

Insgesamt wende die Gemeinde eine Summe von knapp einer Million Euro auf, daher sei es ein berechtigtes Anliegen, dass die Möglichkeit gegeben werde, sich das Gebäude auch von Innen anzuschauen, erklärt der Bürgermeister.

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