Fischingen Ein Spezialmörtel kommt zum Einsatz

Die Treppe bei der Fischinger Kirche (rechts) soll saniert werden.Foto: Ingmar Lorenz Foto: Weiler Zeitung

Fischingen (ilz). Sowohl mehrere Bordsteine als auch die Treppe an der Kirche sind sanierungsbedürftig. In der jüngsten Sitzung des Gemeinderats stellte Bürgermeister Axel Moick nun eine Möglichkeit vor, die Schäden ordentlich und zugleich verhältnismäíg günstig zu beseitigen. Es werde ein Verfahren mit einem Spezialmörtel angewandt, der die schadhaften Stellen an den Bordsteinen auffüllen könnte. Die Treppe an der Kirche, an der sich die Sandsteinstufen allmählich auflösen, könnte mit dem Material gewissermaßen überzogen werden, erklärte Moick. Er habe im Lauf der Jahre mit dem Material sehr gute Erfahrungen gemacht, berichtete Moick und verwies im Zuge dessen auf die Treppensanierung an der Schwarzwaldstraße in Ötlingen. Das von ihm vorgeschlagene System werde auch in den Nachbarkommunen regelmäßig für Sanierungsarbeiten eingesetzt. „Die Haltbarkeit ist hervorragend“, betonte Moick zudem. Er habe bei der entsprechenden Firma bereits ein Angebot eingeholt. Diese könnte die Arbeiten an den Bordsteinen, wo es laut Moick mindestens 50 Kleinschäden gibt, zum Preis von 6500 Euro brutto ausführen. Für die Sanierung der Treppe bei der Kirche würden voraussichtlich 3500 Euro anfallen. Entsprechende Mittel stünden im Haushalt zur Verfüngung, erklärte Moick mit Blick auf die Finanzierung.

Mit Blick auf die Arbeiten an den Bordsteinen regte Gemeinderat Michael Becherer an, die Absenkungen an mehreren Stellen gleich mit umzusetzen. Wie Bürgermeister Moick erwiderte, würde dies aber erheblich teurer werden als die Sanierung. Gleichzeitig betonte der Bürgermeister: „Ich will die Absenkungen nicht ausbremsen.“ Es ergebe aus seiner Sicht aber mehr Sinn, mögliche Synergieen bei noch anstehenden Tiefbauarbeiten in der Vogesenstraße zu nutzen.

Mit Blick auf die Treppe an der Kirche bestand im Rat Konsens darüber, dass eine Ertüchtigung dort dringend notwendig ist. Denn die Sandsteinstufen bröckeln und seien teils mit Moos überwachsen, wodurch die Trittischerheit nicht mehr in vollem Umfang gewährleistet ist. Für den Gemeinderat stellte sich nun allerdings die Frage, ob eine Sanierung mit dem Spezialmötel gewünscht ist. Denn durch diese würde sich das Erscheinungsbild der Treppe veränderern. „Es wird anders aussehen, da müssen wir uns nichts vormachen“, brachte es der Bürgermeister auf den Punkt. Zugleich aber stellte Moick in Aussicht, dass es erheblich teurer werden würde, wolle man die alten Sandsteinstufen durch neue ersetzen.

Schließlich war man sich im Rat aber einig, dass die Funktionalität in diesem Fall die ästhetischen Facetten überwiegt. Ein Zugeständnis an den Erhalt des Charmes des bestehenden Bauwerks machte man dann aber auf Initiative von Gemeinderat Bernd Schopferer doch noch. So soll die farbliche Abmischung des Mörtels an den bestehenden roten Sandstein angelehnt werden.

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