Fischingen Mal kein klassischer Brandfall

Weiler Zeitung
Die Fischinger Aktivwehr und Jugendfeuerwehr probten gemeinsam den Einsatz nach einem Verkehrsunfall mit Gefahrgut. Foto: Daniela Buch Foto: Weiler Zeitung

Fischingen (dab). Eine aufwendige und ebenso außergewöhnliche Abschlussübung führte die Feuerwehr Fischingen um Kommandant Harald Lehmann am Samstagabend durch. Als Szenario wurde ein Verkehrsunfall mit Austritt von Gefahrgut angenommen.

Als mit Einbruch der Dunkelheit der Alarm losging, hatten sich um die zwei Dutzend Zuschauer versammelt, darunter vor allem Angehörige der beteiligten Jugendfeuerwehr. Diese durfte sich erstmals an der Abschlussübung der Aktivwehr beteiligen – eine aufregende und spannende Herausforderung für die Kinder im Alter zwischen acht und zwölf Jahren.

Der Feuerwehrnachwuchs wurde leistungs- und altersentsprechend in die Aufgaben integriert, und war mit höchster Konzentration im Einsatz. Mit dabei war außerdem wieder das Jugendrotkreuz Weil am Rhein-Haltingen, mit dem seit vielen Jahren eine gute Zusammenarbeit gepflegt wird. Ort des fiktiven Geschehens war die Kreuzung Dorfstraße und Weingartenstraße, an der es einen Verkehrsunfall zwischen einem Traktor und einem Chemikalien-Schwerlasttransporter gegeben hatte.

„In diesem Jahr haben wir uns für die Abschlussübung mal keinen klassischen Brandfall vorgenommen, sondern uns für das Thema Gefahrgut entschieden“, erklärte Florian Krebs, stellvertretender Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Fischingen. Dabei galt es, die notwendigen Erst- und Sicherungsmaßnahmen nach einem Gefahrgutunfall einzuleiten und eine Schadensausweitung zu verhindern, die aus dem Lkw tropfende Flüssigkeit zu identifizieren, die Einsatzstelle abzusichern, die Verletzten zu retten und Spezialkräfte des Gefahrstoffzugs nachzufordern.

Die Einsatzstelle musste über den Wind angefahren und ein Mindestabstand von mindestens 50 Metern eingehalten werden. Die Grenze zum Gefahrenbereich wurde mit einem Absperrband deutlich sichtbar markiert. Parallel dazu wurde ein Brandschutz in Richtung Einsatzobjekt vorbereitet, um Behälter kühlen und Dämpfe niederschlagen oder verdünnen zu können. Zur Not-Dekontamination wurde ein Auffangbecken aus Steckleiterteilen gebildet.

Nach der Übung waren die Rettungskräfte seitens der Gemeinde Fischingen als Dankeschön zu einem Umtrunk und Vesper eingeladen.

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