Fischingen Nach 15 Minuten gibt es Gewissheit

In der Läufelberghalle in Fischingen waren drei Teststationen eingerichtet, zwei waren ständig besetzt.Foto: Jutta Schütz Foto: Weiler Zeitung

Gleich in den ersten zwei Stunden nutzten mehr als 30 Bürgerinnen und Bürger, darunter sehr viele junge Leute, am vergangenen Samstag das Corona-Schnelltest-Angebot des DRK-Ortsvereins Weil am Rhein in der Läufelberghalle. Initiiert hatte die Test-Aktion vor Ort der Fischinger Gemeinderat Michael Ulrich. „Dass jetzt viele Testwillige gekommen sind, freut uns und bestätigt, dass das Test-Angebot vor Ort gerade auch spontan nachgefragt wird“, stellten Stefan Ohm als Bereitschaftsleiter und Elena Wlaschny und Saskia Liebig für das DRK Weil fest.

Von Jutta Schütz

Fischingen. Der Vor-Ort-Termin richtete sich vorwiegend an die Bürger des Einzugsgebiets, also aus Weil, Friedlingen, Otterbach, Haltingen, Märkt, Binzen, Eimeldingen und Fischingen. Der Termin wurde in Absprache mit dem DRK-Kreisverband Lörrach festgelegt. Wie auch in Weil am Rhein waren pro Test 20 Euro als Bezahlung angesetzt, die von den Helfern quittiert wurden. „Es handelt sich um einen reinen Selbstkostenpreis für die Testmaterialien, einen Gewinn streben wir nicht an“, informierte Ohm.

Einbahnstraßen-Regelung

Vor dem Eingang der Halle weist ein aufgestelltes Plakat auf die Test-Möglichkeit hin. Wie vor zwei Wochen im katholischen Gemeindehaus in Weil, ist auch in der Läufelberghalle die „Einbahnstraßenregelung“ ausgeschildert, was heißt, dass die Testwilligen im normalen Eingangsbereich Zutritt zur Halle bekommen und auf der anderen Seite hinausgeleitet werden und dort auf dem Vorplatz draußen in der Sonne auf ihr Testergebnis warten können. Neben Ohm, Saskia Liebig und Wlaschny sind am Samstag die ehrenamtlichen DRK-HelferInnen Sabine Storz, Andreas Arendt, Marlene Jakobs, Sascha Liebig, Thomas Gerstenberger, Svenja Kohler und Johann Kaiser eingeteilt, die alle bestätigen: „Wir machen das gern und bekommen hier gerade ein tolles Feedback.“

Wie der Test abläuft

Für die Testinteressierten heißt es zunächst: Hände desinfizieren, dann wird kurz Fieber gemessen. An einem Tisch im Foyer sitzen DRK-ler, um die Registrierung der Testwilligen durchzuführen. In der Halle selbst hat das DRK drei Testplätze eingerichtet, die mit Paravents voneinander abgegrenzt sind. Im Schutzanzug, dazu mit Face-Shield, Mund-Nasen-Maske und Handschuhen ausgestattet, empfangen Melanie Knabe und Sascha Liebig die Testwilligen und erklären immer wieder ausführlich und geduldig das Prozedere des Nasen-Abstrichs. Damit die Tests anonym durchgeführt werden können, erhält jeder Teilnehmer eine Nummer, mit der man dann das Testergebnis nach einer Wartezeit von rund 15 Minuten abholen kann. „Im Falle eines Falles, sprich eines positiven Tests, haben wir unseren Einsatzwagen vor der Halle geparkt, so dass wir im Notfall Unterstützung bieten können“, erklärt Ohm. Denn mit einem positiven Testergebnis müsse man verantwortlich umgehen und sich zunächst in Quarantäne begeben, ergänzt er.

Die Idee von Michael Ulrich, die vom DRK begleiteten Schnelltest-Möglichkeiten auch in die kleineren Gemeinden wie Fischingen zu tragen, findet nicht nur Ohm gut. Eine ältere Bürgerin aus Fischingen schaut spontan vorbei. „Ich wollte mich schon lange mal aus Eigeninteresse testen lassen – jetzt habe ich einen konkreten Anlass, denn meine Tochter kommt mit ihrem kleinen Kind bei mir vorbei. Ich finde es super, dass ich hier zu Fuß hingehen kann und nicht extra nach Weil fahren muss“, ist die Fischingerin begeistert. Aus Eigeninteresse und Neugier schaut auch ein älterer Herr, der aus Eimeldingen kommt, vorbei und lässt sich testen. Zu den jüngeren Testwilligen gehören unter anderem mehrere Skifahrer, die aus Skigebieten in der Schweiz kommen. „Toll, dass es direkt vor Ort dieses Angebot gibt“, findet ein junger Schweiz-Skirurlauber, der spätestens 48 Stunden nach Einreise nach Deutschland aus der Schweiz ein negatives Testergebnis nachweisen und dieses auf Anforderung den zuständigen Behörden vorlegen und mindestens zehn Tage aufbewahren muss.

Michael Ulrich lässt sich ebenfalls testen, weil er ältere Angehörige besuchen will. „Ich bin auf die Idee gekommen, das DRK für diesen Termin anzufragen, weil ich an Weihnachten wegen anstehender Besuche dringend einen Test gebraucht hätte und mich nirgendwo spontan testen lassen konnte – ich war sehr erfreut, dass Bürgermeister Axel Moick und der Gemeinderat sofort mitgemacht haben“, berichtet er.

Schulungen angeboten

Nach wie vor stehen die Ehrenamtlichen des DRK bereit, sollten weitere Testtermine angefragt werden. „Wir wissen noch nicht, wie es laufen wird, wenn die preiswerten oder kostenlosen Selbsttestmöglichkeiten kommen – wir bieten aber über den Kreisverband bei Interesse Schulungen für diese privaten Testdurchführungen, etwa für das Lehrpersonal in Schulen oder ErzieherInnen in Kindergärten an“, gibt Ohm weiter.

Gerade an den Schulen, so findet Saskia Liebig, gehen und Schüler sowie Lehrer mittlerweile sehr bewusst mit den Hygieneregeln um, denn „die Maske bleibt fast durchgehend auf, auch auf dem Schulhof und auf dem Nachhauseweg“, hat sie beobachtet.

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