Fischingen Souverän und absolut überzeugend

Das beschauliche Fischingen war am Sonntag Schauplatz einer Abschnittsübung der Feuerwehren im vorderen Kandertal. Um 10 Uhr vormittags bot sich vielen Zuschauern aus Fischingen und der Region ein Szenario, das an Realitätsnähe nichts vermissen ließ.

Von Joachim Pinkawa

Fischingen. In der Kurve Eimeldinger Straße und Dorfstraße (Höhe Wettiplatz) wurde auf der abgesperrten Straße ein Unfall zwischen einem Traktor und einem Auto nachgestellt und aus dem Haus Dorfstraße 14 drang erkennbar (künstlicher) Rauch.

Fischingens Feuerwehr-Kommandant Harald Lehmann erläuterte den zahlreichen Zuschauern, zu denen auch Bürgermeister Axel Moick, Rümmingens Bürgermeisterin Daniela Maier sowie die Bürgermeister Andreas Schneucker (Binzen), Oliver Friebolin (Eimeldingen) und Martin Gräßlin (Schallbach) gehörten, kurz und präzise die Gefahrenlage und löste den zentralen Alarm aus. Die bereits kurze Zeit danach eintreffende Einsatzleitung teilte den herbeieilenden Feuerwehren aus Fischingen, Eimeldingen, Binzen, Schallbach, Rümmingen, Wittlingen und Efringen-Kirchen (Drehleiter) sowie dem Rettungsdienst der DRK-Einsatzgruppe des DRK-Weil am Rhein-Haltingen ihre Fahrzeugstandorte und Einsatzaufgaben zu.

Realitätsnahes Szenario

Bereits vor dem Eintreffen „schockierten“ mit entsprechender Schminke präparierte Verletzte in dem Auto und der lautstark um Hilfe rufende Fahrer schauspielerisch gekonnt die Gäste. Aus den unmittelbar eintreffenden Feuerwehr- und DRK-Fahrzeugen sprangen Feuerwehrleute sowie die DRK-Rettungskräfte und begannen gut organisiert und mit gekonnten Handgriffen, die notwendigen Gerätschaften aufzubauen, Wasserschläuche anzuschließen und sämtliche Abläufe strukturiert abzuarbeiten.

Mit Blaulicht und Rauch aus dem Gebäude, begleitet von Schreien „verletzter“ Personen, boten die Einsatzkräfte den Zuschauern einen wahren bis ins letzte Detail perfekt inszenierten Feuerwehr-Krimi.

Das volle operative Rettungsprogramm lief absolut überzeugend und ohne den geringsten Anschein von Hektik oder Unsicherheit ab. Die Retter ließen sich auch durch den psychologisch echt wirkenden aufgebauten Druck der schreienden „Verletzten“ nicht aus der Ruhe bringen.

Über die Drehleiter wurde die Rettung einer Person aus großer Höhe geübt und letztlich der Brandbereich zumindest symbolisch mit Wasser besprüht.

Auch eine simuliert schwangere Frau wurde aus dem Unfallfahrzeug professionell regelrecht herausgeschnitten. „Acht verletzte Personen aus Fahrzeug und Gebäude geborgen, Feuer ist aus“, hieß es nach rund einer Stunde. „Was hier für die Zuschauer spannend, sehr anschaulich und sogar unterhaltsam wie ein Krimi geboten wurde, war für die gesamten Rettungskräfte die Übung und Vorbereitung auf den möglichen Ernstfall und Situationen, denen wir tatsächlich auch in der Form begegnen“, beschrieb ein Mitglied der Einsatzleitung die Notwendigkeit solcher Szenarien und Übungsabläufe.

Positives Fazit

Kommandant Harald Lehmann zeigte sich in Übereinstimmung mit der Einsatzleitung und Kommandanten der beteiligten Wehren mit dem Übungsablauf und dem Leistungsniveau der Einsatzkräfte insgesamt sehr zufrieden und dankte allen Beteiligten.

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