Fischingen Veränderungen auf dem Gottesacker

Ein neues Tor, ein Denkmal für das stille Gräberfeld und Platz für weitere Urnengräber: Der Friedhof beschäftigte den Fischinger Gemeinderat in seiner Sitzung am Mittwochabend gleich mehrmals.

Von Ingmar Lorenz

Fischingen. Für die Neugestaltung des unteren Tors konnte Bürgermeister Axel Moick bereits ein Angebot präsentieren.

Arbeiten für Neugestaltung des Tors

Eine Fischinger Firma könne für rund 2000 Euro brutto beauftragt werden. „Die Montage wäre im Preis enthalten“, erklärte Moick. Das Tor soll eine Höhe von 1,2 Metern haben, die lichte Weite betrage zwei Meter. Damit schließe das Tor genau bündig mit der Außenkante der Steine am neu gemachten Weg auf dem Friedhof ab. Die dazu nötige Kürzung der Hecke könne vom Werkhof erledigt werden.

Die Neugestaltung und damit einhergehende Verbreiterung des Tors stehe bereits seit längerer Zeit auf der Agenda, legte Moick dar. Ein entscheidender Vorteil liege nicht nur in der Ästhetik, sondern auch in der Tatsache, dass für Arbeiten notwendige Geräte von unten auf den Friedhof gebracht werden können.

Pläne für das neue Denkmal

Für das stille Gräberfeld, das links des unteren Tors entstehen soll, wird auf dem Fischinger Friedhof zudem ein neues Denkmal entstehen. Moick präsentierte dazu einen ersten Entwurf. Dieser sah einen quadratischen Granitsockel von 80 mal 80 Zentimetern vor, in dessen Zentrum eine Stele mit einer Breite von 30 Zentimetern angebracht wird. Die freie Fläche zwischen der Stele und der Außenseite des Sockels könne als Ablagefläche für Blumen oder Kerzen dienen, so die Idee. Darüber hinaus könnten links und rechts weitere Stelen platziert werden. Auf diesen sei es dann möglich, die Namen der Verstorbenen auf Messingtäfelchen anzubringen.

Wichtig war dem Bürgermeister, dass das gesamte Ensemble nicht aus geschliffenem, sondern aus rauem Granit bestehen soll.

Die Gemeinderäte begrüßten die Grundidee, hatten aber noch einige Verbesserungsvorschläge. So wies Georg Denzer darauf hin, dass das Denkmal in den vorgestellten Maßen aus seiner Sicht zu massiv sei. Anke Hollnagel sprach sich für natürlichere Formen im Denkmal aus.

Eine Möglichkeit bestehe zudem darin, drei Stelen aufzustellen, die mittlere etwas massiver auszugestalten und vor dieser eine Art kleines Granit-Bänkchen als Ablagefläche zu platzieren, so eine weitere Idee aus dem Ratsrund.

Moick werde diesbezüglich mit dem Steinmetz Rücksprache halten, um – dem Wunsch der Ratsmitglieder entsprechend – eine Skizze dieser Ausfertigung in einer der nächsten Sitzungen präsentieren zu können.

Mit Blick auf die voraussichtlichen Kosten zeigte Moick sich zuversichtlich, dass man im vorgesehenen Budget bleiben wird, zumal das Fundament vom Werkhof hergestellt werden könne.

Gemeinderat Bernd Schopferer wies zudem mit Nachdruck darauf hin, dass mittels einer Bepflanzung deutlich gemacht werden muss, dass es sich bei der Fläche um ein Gräberfeld handelt, damit diese nicht begangen wird. Der Einwurf fand Zustimmung bei seinen Ratskollegen und der Verwaltung. Man wolle sich nun nach einem geeigneten Bodendecker umsehen.

Lage weiterer Urnengräber

Schließlich beschäftigte die Räte auch die Frage, wo künftig weitere Urnengräber auf dem Fischinger Friedhof Platz finden sollen.

Eine erste Idee hatte vorgesehen, diese auf der Freifläche rechts neben dem unteren Tor – gegenüber des stillen Gräberfelds – anzulegen. Zwei Fischinger Bürger hätten diesbezüglich aber bereits Bedenken geäußert. Denn durch das Gefälle und die Hecke drohen die kleinen Urnengräber gerade in der Ecke zu sehr im Dunkeln zu liegen. Die Fläche biete sich daher eher für größere Reihen- oder Familiengräber an, befand auch Moick.

Als Alternative könne man auf die Freifläche links des oberen Tors ausweichen, die einen sehr viel helleren Eindruck macht. Im Ratsrund herrschte denn auch Konsens darüber, dass dies die bessere Lösung sei. Zudem wurde beschlossen, mit der Belegung der Urnengräber auf dieser Fläche von oben her zu beginnen. Auf der gegenüberliegenden Seite – also rechts des oberen Tors – sei Platz für weitere Einzelgräber, aber auch die Anlage weiterer Urnengräber sei dort nicht ausgeschlossen, hieß es zudem.

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