Fischingen Von Kontrollen bis zur Krise

FDP-Bundestagsabgeordneter Christoph Hoffmann Foto: zVg Foto: Weiler Zeitung

Fischingen. Viel zu tun gibt es auf einem landwirtschaftlichen Hof stets – doch dies bereitet der Freude beim Arbeiten keinen Abbruch. Von diesem Eindruck konnten sich der heimische Bundestagsabgeordnete der FDP, Christoph Hoffmann, und der Fraktionsvorsitzende der FDP im Landtag, Hans-Ulrich Rülke, sowie Landrätin Marion Dammann überzeugen, wie es in einer Mitteilung heißt. Die Gäste machten auf dem Weingartenhof in Fischingen im Rahmen einer Kreisbereisung Station, um sich unter anderem über die Auswirkungen der Corona-Pandemie für die landwirtschaftlichen Betriebe zu informieren.

Corona-Auswirkungen

Pünktlich zur Ernte der Sonderkulturen Spargel und Erdbeeren, die den überwiegenden Teil des Anbaus bei Familie Denzer darstellen, seien die Saisonarbeitskräfte durch das Einreiseverbot aufgrund der Corona-Pandemie weggefallen. Seit vielen Jahren beschäftigt der Familienbetrieb, geführt von den Geschwistern Susanne und Georg Denzer, etwa 25 Arbeitskräfte, vorwiegend aus Polen und Rumänien. Der diesjährige Ausfall der Arbeitskräfte konnte mit zahlreichen Freiwilligen, Arbeitslosen und Kurzarbeitern aufgefangen werden, heißt es.

In den vergangenen Monaten habe die Landwirtschaft eine vermehrt positive Wahrnehmung erlebt, wird Susanne Denzer zitiert. Zuvor oftmals nur als Nischenbranche verkannt, wandelte sich durch die Corona-Krise das Bild hin zum Produzenten von Lebensmitteln und somit für die Sicherstellung der Versorgung unerlässlichlicher Bestandteil, heißt es.

Regionalität geht verloren

Dennoch gehen heimische Produkte und die Regionalität verloren, bedauert Susanne Denzer. Als Beispiel nennt sie die unkorrekten und irreführenden Deklarierungen der landwirtschaftlichen Produkte. Werbungen sind mit Aufzählungen erlaubt.

Um die Nähe zum Verbraucher zu halten und von der Vielfalt der Region zu profitieren, wünschen sich die Betriebe eine stärkere Bewerbung der Landwirtschaft. Auch die Erzeuger-Wochenmärkte, die in vielen Landkreisen aufgegeben wurden, stärkten die Landwirtschaft.

Dreiländereck einzigartig

Landrätin Dammann konnte in diesem Zusammenhang die Einzigartigkeit des Dreiländerecks hervorheben. Viele Steine in den Weg gelegt würden den landwirtschaftlichen Höfen durch hohen Bürokratieaufwand. Hier seien andere Bundesländer landwirtschaftsfreundlicher, gibt Georg Denzer zu. „Alles muss streng kontrolliert und geregelt sein.“ Eine weitere Herausforderung sieht der Hof in den verschärften Auflagen der Pflanzenschutzmittel. Generell sehen Hoffmann, Rülke und Familie Denzer finanzielle Direktzahlungen für eine EU-weite Konkurrenzfähigkeit als wichtiges und unerlässliches Instrument an.

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