Forstbetriebsgemeinschaft Kleines Wiesental Deutlicher Rückgang der Holzmenge

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Für Holz waren im vergangenen Jahr gestiegene Preise zu verzeichnen. Foto: /Archiv

Die Forstbetriebsgemeinschaft Kleines Wiesental, die fünf kommunale und über 1700 private Mitglieder repräsentiert, hat in Schopfheim ihre Vertreterversammlung abgehalten. Trotz geringerer Holzmenge blieben die Umsatzerlöse 2023 stabil.

Der Vorstandsvorsitzende Clemens Rüttnauer berichtete in der Vertreterversammlung über die Tätigkeit des Vorstands im Jahr 2023 und Geschäftsführer Michael Meyer-Heisig stellte den Vertretern des Privat- und Kommunalwaldes die Bilanz für das vergangene Jahr vor, teilt die Forstbetriebsgemeinschaft (FBG) Kleines Wiesental mit.

Demnach gab es 2023 durch Waldbesitzer einen Verkaufsauftrag für etwa 35 000 Festmeter an die FBG. Anders als bei der sonst üblichen etwa hälftigen Bereitstellung von Holz aus Privat- und Kommunalwäldern, kam im vergangenen Jahr die größere Menge aus dem Kommunalwald (68 Prozent).

Gegenüber dem Vorjahr war die bereitgestellte Menge um etwa 6500 Festmeter geringer. Einen großen Anteil an der Mindermenge hatten die ausgiebigen Niederschläge in der Haupteinschlagszeit für Nadelholz im November und Dezember. Wegen der Nässe seien Ernte und Lieferung des Holzes oft nicht möglich gewesen.

Bei den Nadelhölzern waren weiterhin gute Tanne, Douglasie und Lärche gesucht. Auch die klassischen Sägewerks-Sortimente (Profilzerspaner-Holz) sowie Industrieholz waren gut nachgefragt. Laubholz war bei allen Sortimenten vom Brennholz bis zur Furnierware sehr gesucht.

Brennholz-Boom

Im Frühjahr 2023 hielt der Brennholz-Boom an. Daher konnten die Verträge mit der Zellstoff- und Faser-Industrie nicht komplett bedient werden, heißt es in der Pressemitteilung.

Laut FBG erzielte Laubstammholz bessere Preise als im Vorjahr. Buche, Esche und Eiche konnten sehr gut verkauft werden. Deren Nachfrage übertraf das Angebot deutlich. Bei der Eichen-Submission im Januar 2023 konnten Rekordpreise erzielt werden.

171 000 Euro Fördermittel

Über Sammelanträge der FBG für ihre Waldbesitzer wurden über 171 000 Euro Fördermittel (Aufarbeitungs- und Transportkosten-Beihilfe für Schadholz) beantragt und noch vor Weihnachten ausgezahlt.

Die Umsatzerlöse der FBG betrugen aufgrund der gestiegenen Holzpreise trotz des deutlichen Rückgangs der Holzmenge wie im Vorjahr rund 2,4 Millionen Euro. Es wurde ein Überschuss von rund 1100 Euro erwirtschaftet.

Die Vertreterversammlung entschied, dass dieser der Rücklage zugeführt wird. Die Leistungsentgelte bleiben bis zur nächsten turnusmäßigen Vertreterversammlung unverändert.

Die FBG rät aktuell den Waldbesitzern vor einem Hieb mit den Revierleitern oder der FBG über die aktuellen Absatzmöglichkeiten zu sprechen. Der Holzmarkt sei nicht so schlecht wie es manche Verlautbarungen der Sägeindustrie vermuten lassen. Es habe weder den sonst häufigen „Bauern-Buckel“ (verstärkter Holzanfall im Frühjahr), noch bisher größere Mengen an Käferholz gegeben. So seien die Sägewerke auf Frischholz angewiesen. Außerdem hätten einige Werke um- und ausgebaut und damit ihre Kapazität erhöht.

Wie es in der Mitteilung weiter heißt, gab es im Vorstand der FBG Kleines Wiesental einen Wechsel: Für den wegen der Bürgermeisterwahl ausgeschiedenen Jürgen Multner rückte die neue Bürgermeisterin von Maulburg Jessica Lang nach.

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