Fröhnd Bürgermeister fährt Sparkurs

Gespart werden soll in Fröhnd. Foto: Archiv Foto: Die Oberbadische

Rege war das Interesse bei der jüngsten Gemeinderatssitzung in Fröhnd. Es musste nachgestuhlt werden, um den Zuhörern einen vernünftigen Platz in der Halle zu verschaffen.

Fröhnd (hjh). Nach zwei genehmigten Bauanträgen (Wiederaufbau eines Ökonomiegebäudes und Erweiterung einer bestehenden Dachgeschosswohnung) sowie der Kenntnisnahme des nichtöffentlich ausgearbeiteten Textes zur einhelligen Ratsmeinung über den Wolf („Wir lehnen die Ansiedlung des Wolfes in unserer Region entschieden ab“) sowie der Ergebnisse vom Bewerbungsverfahren um die Vergabe von Weideflächen an Fröhnder Landwirte nahm die Abarbeitung der Tagesordnung der Sitzung des Gemeindeverbandes samt Kenntnisnahme der künftigen Hallenordnung, die laut Bürgermeister Michael Engesser zu einem Großteil mit der Hausordnung von Maulburgs Alemannenhalle übereinstimmt, breiten Raum ein. Dabei stimmte Engessers Gremium mal mehr, mal etwas weniger einstimmig den Beschlussvorschlägen des Verwaltungsverbandes zu, nicht ohne darüber zu klagen, dass bei einzelnen Positionen der Auftragsvergaben zur Fertigstellung der neuen Schönauer Halle keine konkreten Zahlen vorlägen, sondern dass, so Bernhard Stiegeler, man sich „gezwungen fühlt, abzustimmen, ohne zu wissen, über was.“

Begrüßt wurde in der Runde, dass sich Bürgermeister Michael Engesser Gedanken darüber machte, wie die laufenden Ausgaben der Gemeinde gemindert werden könnten. Mit seinen Berechnungen zum Thema Telekommunikation und zur Überwachung der Trinkwasserversorgung im Zusammenhang mit der „EMSR-Technik“ beispielsweise rannte der Bürgermeister bei seinen Kollegen offene Türen ein. Engessers Lösung zur Reduzierung der Fixkosten lief auf eine Trennung von der Telekom hinaus hin zu Datenkarten anderer Anbieter. Außerdem hat der Bürgermeister vor, abweichend von bisher Geplantem, Überwachungssysteme zum Beispiel der Hochbehälter zusammenzufassen und Leitungen, die bisher einzeln zur Verfügung standen und abgerechnet wurden, neuester Technik entsprechend zusammenzufassen. Dem Rotstift fielen schließlich auch die Arbeiten zur unterirdischen Verlegung der Stromleitungen zur Versorgung der Straßenbeleuchtung in Künaberg zum Opfer. Nach Gesprächen mit Bürgermeister Gerd Schönbett (Kleines Wiesental) habe sich herausgestellt, dass die Anschaffung von fünf solarbetriebenen Straßenlaternen mit 7000 Euro um 2000 Euro niedriger ausfalle als das Verbuddeln der Leitungen. Außerdem böte diese Lösung einen weiteren Vorteil: „Die drei bisherigen und nun übrigen Laternen in Künaberg könnten in Holz montiert werden. Dadurch fallen die dort geplanten Beschaffungskosten weg, rechnete der Bürgermeister vor, ohne freilich konkrete Zahlen vorzulegen. Aber dass ordentlich gespart würde, nahmen ihm die Gemeinderäte bedenkenlos ab.

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