Fröhnd Bürgermeister legt Eid ab

Legte seinen Amtseid ab: Fröhnds Bürgermeister Michael Engesser. Foto: Hans-Jürgen Hege

Viele Besucher waren zur Gemeinderatssitzung gekommen, um bei der Vereidigung von Bürgermeister Michael Engesser dabei zu sein und den offiziellen Start in acht Jahre Amts- oder Dienstzeit mitzuerleben.

Fröhnd (hjh). Die begann nicht nur mit seinem Schwur, für die Gemeinde und das Wohl der Bürger einzutreten, sondern gleich zünftig mit einigen richtungsweisenden Beschlüssen, die er den Gemeinderäten abverlangte, nachdem ihm sein Stellvertreter Horst Marterer den Amtsteid abgenommen hatte: die Haushaltssatzung 2021 sowie die Rücknahme der Gemeinderatsbeschlüsse vom 14. September 2020 zum ELR-Antrag über die „Mehrfachbeauftragung Bürgerhaus Fröhnd“. Und beide Beschlüsse erfolgten einstimmig nach gut begründeten Beschlussvorschlägen.

 Dabei war Horst Marterer klar, dass „wir wegen auslaufender ELR-Mittel in Sachen Hallensanierung Gas geben müssen.“ Noch gibt es keine Pläne über die Rückkehr von der Neubauplanung des Gemeindezentrums zu einem Sanierungsobjekt. Grundsätzlich aber wurde gegenüber dem bisherigen Haushaltsentwurf  zufrieden festgestellt, dass den Fröhndern – laut Meike Schelshorn wohlwollend beobachtet vom Landratsamt -   eine Investition von Eigenmitteln über rund 30 000 Euro erspart geblieben ist. Insgesamt, so Schelshorn, habe sich das bisher errechnete Defizit im Gemeindehaushalt von 217 000 auf 135 000 Euro reduziert. Ursache dafür seien unter anderem die nicht vermeidbaren Mindereinnahmen bei den Zuweisungen (35 000 Euro), die Verluste aus der Waldbewirtschaftung (40 000 Euro) und die eingebrochenen Einnahmen bei der Einkommenssteuer, erklärte die Verbandsrechnerin, die fürs Landratsamt zudem hätte Haushaltsdefizite durch Corona ausmachen müssen, aber in dieser Richtung nur wenig bis gar nichts gefunden hatte.

 Neu in den 1,6 Millionen - Euro-Haushalt aufgenommen wurden rund 20 000 Euro für die Sanierung der Wald- und Feldwege sowie 10 000 Euro für dringendste Arbeiten zum Erhalt der Halle. Da das Landratsamt zur Kenntnis genommen hat, dass die Fröhnder mittlerweile kostendeckende Gebühren zu entrichten gezwungen sind, könne davon ausgegangen werden, dass auch der Haushalt 2021 den Tisch der Prüfer passieren wird. Da könnte es dann durchaus sein, dass sich die Sorge des Gemeinderates erfüllt, der bedauerte, dass wegen der angespannten Haushaltslage die Vereinsförderung seitens der Gemeinde auf der Strecke geblieben ist. Denn: „Wenn sich die Ausgeben für die notwendigsten Sanierungsarbeiten an und in der Halle in Grenzen halten, könnten mit dem eingesparten Geld die Finanzspritzen für die örtlichen Vereine gut und gerne finanziert werden, versicherte Meike Schelshorn.

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