Fröhnd Drei Bewerber für Wahl in Fröhnd

Für den zweiten Wahlgang bei der Bürgermeisterwahl in Fröhnd liegen drei Bewerbungen vor.Foto: Archiv Foto: Die Oberbadische

Bürgermeisterin Tanja Steine­brunner wird ihre Bewerbung für den zweiten Wahlgang der Bürgermeisterwahl aufrecht halten. Dazu kommen zwei weitere Bewerber: Michael Engesser aus Fröhnd und Roland Matzker aus Schopfheim.

Fröhnd (pele). Der zweite Wahlgang am 22. September wird notwendig, weil am Sonntag keine absolute Mehrheit erreicht worden war. Die Amtsinhaberin und einzige offizielle Bewerberin war nur auf 29,2 Prozent der Stimmen gekommen (wir berichteten).

Tanja Steinebrunner sagte gestern Nachmittag auf Anfrage des Markgräfler Tagblatts, sie habe das für sie enttäuschende Ergebnis des ersten Wahlgangs erst einmal verdauen müssen. In der nichtöffentlichen Gemeinderatssitzung am Montag habe sie dann das Gespräch mit den Gemeinderäten gesucht, um deren Haltung zu den Umständen der kurios verlaufenen Wahl zu erfahren. Ergebnis laut der Bürgermeisterin: „Der Gemeinderat steht geschlossen hinter mir und wird mich weiter unterstützen.“ Dies gelte auch für Stefan Keller, für den Unbekannte im Vorfeld des Urnengangs obskure Wahlwerbung mit Plakaten, auf denen zu seiner Wahl aufgerufen worden, betrieben hatten. Dies, obwohl Keller sich weder beworben hatte noch sonst Interesse am Bürgermeisterposten zeigte. Dennoch hatte er die meisten Stimmen erhalten (41,6 Prozent).

Grundsätzlich, so Tanja Steinebrunner, herrsche ein gutes Klima im Gemeinderat, auch wenn das ein oder andere Mal „hart in der Sache diskutiert worden ist“. Ihr sei es wichtig, dass sich ihr Wohnort positiv weiterentwickle, und dafür wolle sie auch weiterhin die Verantwortung als Bürgermeisterin übernehmen. Sie wünsche sich nun, dass der zweite Wahlgang anders verläuft als der erste und dass die Bürger ihr das notwendige Vertrauen entgegenbringen.

Wie der Gemeindewahlausschuss gestern Abend nach Ablauf der Bewerbungsfrist feststellte, sind für den zweiten Wahlgang zwei weitere Bewerbungen eingegangen. Der Vorsitzende des Wahlausschusses, Bürgermeister-Stellvertreter Horst Marterer, fischte um 18 Uhr die Bewerbung von Michael Engesser aus Fröhnd-Oberhepschingen sowie diejenige von Roland Matzker aus Schopfheim aus dem Rathaus-Briefkasten. „Nun muss der Wähler entscheiden“, so Marterer nach der Sitzung des Wahlausschusses, der die Rechmäßigkeit der beiden Bewerbungen festgestellt hatte. Die Amtsinhaberin, die sich bereits für den ersten Wahlgang offiziell beworben hatte, musste ihre Unterlagen nicht erneut einreichen.

Im Hinblick auf die nichtöffentliche Sitzung des Gemeinderats am Montag sprach Horst Marterer von einer „fruchtbaren Auseinandersetzung“. Man habe lebhaft diskutiert, auch über Fehler, die sowohl Bürgermeisterin als auch das Gemeinderatsgremium begangen hätten. Am Ende habe es einen umfassenden Konsens gegeben. „Wir haben beschlossen, dass wir zu unserer Bürgermeisterin halten“, sagte Marterer.

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