Fröhnd Engesser ist neuer Bürgermeister

Fröhnd - Mit viel Beifall wurde er empfangen, der Michael Engesser. Und Marion Dammann lag richtig, als sie den eben frisch gewählten Bürgermeister vor der Gemeindehalle ausmachte: „Dem Beifall nach sind sie Herr Engesser. Ich bin die Landrätin.“

Und als solche gratulierte sie dem neuen Chef der 500-Seelen-Gemeinde zum Wahlsieg über die amtierende Bürgermeisterin Tanja Steinebrunner, die vor zwei Wochen als einzige Kandidaten bei der Wahl erdrutschartig durchgefallen war gegen Kandidaten, die offiziell gar nicht zur Wahl standen und die nun im zweiten Wahlgang zwei „Gegner“ hatte: Roland Matzker und Michael Engesser, den selbständigen Gipser- und Stukkateurmeister aus Oberhepschingen, der seinen Hut zum zweiten Wahlgang in den Ring geworfen hatte.

Die Ergebnisse

Wahlleiter Marterer trat vor den Gemeindesaal, um den Ausgang der Wahl zu verkünden: „Unser neuer Bürgermeister heißt Michael Engesser.“ Er heimste 233 Stimmen (69 Prozent) von 397 möglichen ein. Für Tanja Steinbrunner hatten sich 86 (25 Prozent) Wählende entscheiden. Und Roland Matzker erhielt von neun (2,67 Prozent) Fröhndern Zuspruch.

340 (davon nur drei Stimmen ungültig) der 397 Wahlberechtigten hatten den Gang zur Urne angetreten, was einer Wahlbeteiligung von fast unglaublichen 85,6 Prozent entspricht.

Die Amtsinhaberin

Tanja Steinebrunner war natürlich sichtbar schwer enttäuscht. Trotzdem gratulierte sie in Abwesenheit dem neu gewählten Bürgermeister und wünschte ihm „eine gute Amtszeit.“ Es sei eine schöne Zeit gewesen als Bürgermeisterin der Fröhnder, sagte sie und betonte, dass sie aus ihrer Amtszeit „sehr viel Positives“ mitgenommen habe. Und dann verabschiedete sie sich: „Ich wünsche ihnen Wohlergehen und einen schönen Abend. Herzlichen Dank. Auf Wiedersehen.“

Gratulationen

Engesser habe es in recht kurzer Zeit geschafft, das Vertrauen der Bevölkerung zu gewinnen. „Dazu gratuliere ich ihnen herzlich“, sagte Marion Dammann. Die Gemeinde sei zumindest touristisch „ein Highlight im Landkreis Lörrach“. Die Gemeinde sei zwar klein, aber nicht einfach zu verwalten, sagte die Landrätin und meinte: „Sie werden sicher wissen, auf was sie sich da eingelassen haben. Die Bevölkerung steht jedenfalls hinter ihnen und ich glaube, das ist viel wert.“ Das Amt habe viele schöne Facetten „in einer wunderschönen Gegend und in einem Landkreis, der sie gerne unterstützt und in diesem Sinne wünsche ich ihnen Gesundheit und das nötige Quäntchen Glück.“

Auch Peter Schelshorn gratulierte dem neuen Mitglied seines Verwaltungsverbandes nicht zuletzt im Namen aller anwesenden Bürgermeister. Er sicherte ihm die Unterstützung seiner künftigen Kollegen, hoffte auf ein gutes Miteinander und wünschte „toi, toi, toi“ mit dem Hinweis darauf: „Es wird nicht einfach in den nächsten Jahren. Aber wir werden es gemeinsam hinbekommen. Wir lernen uns sicherlich noch kennen.“

 In die Schar der Gratulanten reihten sich schließlich die Bürgermeister Bruno Schmidt (Häg-Ehrsberg), Andreas Wießner (Todtnau) und Peter Palme (Zell) ein. Und auch der CDU-Landtagskandidat Christof Nitz hatte ein Fläschchen unterm Arm, das er dem neuen Mann an der Spitze der kleinen Gemeinde mit den besten Wünschen für eine erfolgreiche Zukunft überreichte, ehe die neue „First Lady“ des Dorfes die Zeremonie kurz unterbrach: „Jetzt muss erst mal ich meinem Schatz gratulieren.“

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