Fröhnd Roland Matzker will Impulse in Fröhnd setzen

Roland Matzker will Bürgermeister in Fröhnd werden. Foto: zVg Foto: Die Oberbadische

Fröhnd (pele). Der Schopfheimer Roland Matzker will Bürgermeister in Fröhnd werden. Für den zweiten Wahlgang am kommenden Sonntag hat der 61-Jährige vergangene Woche seine Bewerbung abgegeben. Jetzt äußerte er sich zu seinen Vorstellungen im Hinblick auf die Fröhnder Kommunalpolitik.

Die Situation in dem 470-Einwohner-Dorf nach dem ersten Wahlgang, bei dem es keine absolute Mehrheit gab, weckte das Interesse von Roland Matzker, der vor zwei Jahren auch bei der Bürgermeisterwahl in Schopfheim kandidiert hatte (15,8 Prozent der Stimmen entfielen damals im ersten Wahlgang auf ihn). „Ich habe schon länger gedacht, dass ich mich wieder engagieren möchte“, so der gebürtige Heidelberger. Sein Besuch der Gemeinderatssitzung nach dem Wahltag sei dann der „Schlüsselmoment“ gewesen, sich zu bewerben.

Der 61-Jährige, der halbtags an einer Schweizer Schule unterrichtet, ist sich bewusst, dass ihm nur wenig Zeit bleibt, sich in die kommunalpolitische Situation in Fröhnd einzuarbeiten. Sein grundsätzlicher Eindruck der Lage ist kein schlechter: „In den letzten Jahren wurde viel gemacht, es gab viele gute Ideen, aber es fehlt am Ergebnis.“ Seinen Ansatz formuliert er denn auch folgendermaßen: „Geredet wurde genug, man muss jetzt ins Tun kommen.“

Dem Kandidat ist allerdings klar, dass die finanzielle Lage der Gemeinde mehr als bescheiden ist. „Die Haushaltssituation ist alles andere als rosig, man muss schauen, wie man aus der Misere rauskommt“, sagt Matzker. Wie das funktionieren könnte? Da kaum Gewerbe da sei, müsse es in Fröhnd darum gehen, die Einwohnerzahl zu erhöhen. Man brauche mehr Wohnraum, aber dieser müsse mit Sorgfalt in die Natur eingebettet werden, so Roland Matzker. Weiter gelte es, das touristische Angebot auszubauen.

Wichtig ist es in Matzkers Augen auch, den Kontext der Gemeinde im Gemeindeverwaltungsverband Schönau angemessen zu berücksichtigen. Das große Plus des Dorfs sei das ehrenamtliche Engagement seiner Einwohner: „Die Menschen stehen zusammen, um etwas zu erreichen. Es würde mich sehr freuen, wenn ich hierbei weitere Impulse setzen könnte“, so der Kandidat.

Wie es um seine Chancen steht, die Wahl zu gewinnen, sei schwer einzuschätzen. Aus demokratischen Erwägungen heraus findet Matzker es allerdings sehr positiv, dass sich drei Bewerber zur Wahl stellen.

Ein Wermutstropfen ist für Matzker, der seit 15 Jahren in Schopfheim wohnt, die aktuelle Corona-Situation, die keinen Wahlkampf, wie man ihn von anderen Bürgermeisterwahlen kennt, zulässt. Er gehe eine solche Situation eigentlich gerne offensiv an und würde sich am liebsten in Form von Hausbesuchen bei den Bürgern vorstellen, was allerdings derzeit nicht möglich ist.

Matzker will deshalb dieser Tage alle Einwohner persönlich anschreiben und für seine Kandidatur werben. Möglicherweise werde er die Vereine im Dorf vor dem Wahlsonntag noch telefonisch kontaktieren.

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