Fußball 0:2-Rückstände schocken nicht

Binzens Stürmer Jörg Hupfer (rechts) trifft dreifach.Foto: Grant Hubbs Foto: Die Oberbadische

Auch in Unterzahl hat Tabellenführer TuS Lörrach-Stetten am sechsten Spieltag der Kreisliga A-West seine Serie ausgebaut. Erster Verfolger bleibt der TuS Binzen, der sich dank einer bärenstarken zweiten Halbzeit gegen den SV Eichsel durchsetzte. Eine schwache Vorstellung bot dagegen Schlusslicht FC Hausen im Lokal-Derby gegen den SV Schopfheim.

Von Fabian Schreiner

Lörrach. Fast eine Stunde lang musste Spitzenreiter TuS Lörrach-Stetten mit einem Mann weniger spielen, dennoch hat es am Samstagnachmittag für einen 2:1-Heimsieg gegen den TuS Kleines Wiesental gereicht. Muhamadou Krubally brachte Stetten früh in Führung. Nach der Ampelkarte gegen William Bernardo Do Amaral hatte das Kleine Wiesental mehr von der Partie, spielte sich auch einige gute Tormöglichkeiten heraus, doch mit dem einzig gefährlichen Angriff der Gastgeber in Halbzeit zwei machte Romano Berger mit dem 2:0 den Deckel drauf. Der Anschlusstreffer durch Hannes Kraft kam zu spät für die Gäste.

„Wir haben kein schlechtes Spiel gemacht, treffen dann aber in manchen Situationen einfach die falsche Entscheidung“, haderte Gäste-Coach Joachim Boos.

Trotz eines 0:2-Rückstands behielt der TuS Binzen gegen den SV Eichsel schließlich noch mit 5:3 die Oberhand. Zwei Nachlässigkeiten in der Binzener Hintermannschaft nutzten die Eichsler durch Dennis und Patrick Baumgartner gnadenlos aus. Die Mannschaft von Trainer Karl-Frieder Sütterlin schüttelte sich kurz und kam dann nur drei Minuten nach dem 0:2 zum Anschlusstreffer. Frank Malzacher verwandelte einen von David Bosek herausgeholten Foulelfmeter souverän.

Nach dem Seitenwechsel drehte Binzen richtig auf. Binnen 17 Minuten gelang Jörg Hupfer ein lupenreiner Hattrick – 4:2. Eichsel gab sich aber noch nicht auf. Patrick Baumgartner verkürzte vom Punkt auf 3:4. Die Antwort des Tabellenzweiten ließ jedoch nicht lange auf sich warten. Nach glänzender Vorarbeit von Aidan Brown, der nach achtmonatiger Verletzungspause sein Comeback feierte, vollendete der agile Florim Shabani zum 5:3-Endstand. „Unser Sieg ist hochverdient“, freut sich Sütterlin.

Schliengens bärenstarker Schlussspurt

Einen tollen Schlagabtausch lieferten sich die Sportfreunde Schliengen und der FC Steinen-Höllstein. Am Ende schlug ein 4:2 für Schliengen zu Buche. Dabei begann die Partie für Steinen sehr gut. Volkan Gültekin erzielte nach einer Viertelstunde das Führungstor. Schliengen war zwar die etwas bessere Mannschaft, doch das Tor fiel erneut auf der anderen Seite. Wieder durfte Gültekin jubeln. Trotz des 0:2-Rückstands ließ Schliengen nicht locker. In nur zwei Minuten stellten Lucca Sielaff und David Held auf Unentschieden.

Beide Teams spielten jetzt nach vorne. Steinens Samuel Calvin erwies seinen Mitspielern allerdings zehn Minuten vor Schluss mit seiner Gelb-Roten Karte einen Bärendienst – und prompt traf Benjamin Martijn zum 3:2. Akeem Gers­pacher hatte die große Chance, kurz vor Schluss auf 3:3 zu stellen, doch sein Ball „küsste“ nur die Latte. In der Nachspielzeit sorgte dann Florian Kessler für den Endstand. „Wir haben uns vom Rückstand nicht beirren lassen und haben weiter Fußball gespielt. Dafür wurden wir auch belohnt“, lässt SF-Trainer Alex Schöpflin wissen.

Dreimal führte der SV Liel-Niedereggenen gegen die Reserve des SV Weil, und trotzdem hat es für keine Punkte gereicht. Die Grenzstädter setzten sich letztlich doch noch klar mit 6:3 durch. „Gut möglich, dass der eine oder andere diese Partie etwas zu locker genommen hat, aber nichtsdestotrotz haben die Jungs Moral bewiesen, und das ist positiv“, quittiert Weils Spielertrainer Marco Kern. „Drei Gegentreffer dürfen wir gegen Liel aber nicht kassieren. Das nervt mich schon extrem.“

Sein Debüt im Aktivbereich feierte der 18-jährige Hannes Brenneisen im Trikot der Weiler. Und gleich in seiner ersten Begegnung glänzte der Offensivspieler mit zwei ganz wichtigen Treffern. „Er hat es super gemacht“, lobt Kern. Weil liegt nun auf Platz fünf.

Eine deutliche Angelegenheit war das Nachbarschaftsduell zwischen dem FC Hausen und dem SV Schopfheim. Die Gäste um Interimstrainer Hanspeter Osswald gewannen mit 2:0. Hausen bleibt damit punktlos auf dem letzten Tabellenplatz. „Mit dem Auftreten der Jungs bin ich wirklich sehr zufrieden“, betont Spielausschuss und Spieler Burak Asik. Nach 34 Minuten brachte Shadi Zein nach Zuspiel von Emre Kuytan die Seinen in Führung. Schopfheim spielte sich eine Vielzahl an guten Torgelegenheiten heraus, verpasste es aber, nachzulegen.

Von den Gastgebern kam schlicht zu wenig. Für die Entscheidung sorgte schließlich Tullio Vitor Santos Figueiredo, der Hausens Schlussmann Manuel Ruch im Eins-gegen-Eins-Duell umdribbelte und zum 2:0 einschob. „Es war sehr viel Stückwerk bei uns. Schopfheim hat verdient gewonnen“, ist FCH-Coach Atilla Ürgen ehrlich.

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