Fußball Aktas setzt mental den Hebel an

Von Uli Nodler

Lörrach. Wochenlang haben der FV Lörrach-Brombach und Kehler FV in der Verbandsliga Südbaden das Spitzenduo gebildet. Vor dem direkten Duell am kommenden Sonntag ab 14.45 Uhr im Grütt ist nach dem 13. Spieltag aus dem Gigantentreffen nur noch ein Verfolgerduell geworden, weil der Offenburger FV nun der neue Tabellenführer ist.

Sowohl der FVLB als auch Kehl haben in den vergangenen Wochen nicht immer überzeugt. Während die Gastgeber nach dem Unentschieden in Kuppenheim sowie den beiden Niederlagen gegen Bühlertal und jüngst in Radolfzell seit drei Partien sieglos sind, hat der KFV in den vergangenen Wochen von fünf Partien auch zwei verloren, und zwar 0:4 gegen Bühlertal und 1:3 gegen Pfullendorf. Beide Niederlagen kassierten die Kehler auswärts.

FVLB-Trainer Erkan Aktas schaut aber vor dem Heimspiel am Wochenende nicht zu sehr auf den Gegner: Wir müssen erst einmal wieder zu unserem Spiel finden. Bislang zeichnete die Fußballer aus der Lerchenstadt aus, dass sie dem Gegner wenig Torchancen gestatteten, weil sie die Räume in ihrer Hälfte bislang sehr effektiv bearbeiteten. Von dieser Marschroute sind die Aktas-Schützlinge aber beim 0:4 jüngst in Radolfzell vor allem in der zweiten Halbzeit deutlich abgewichen, wo sie drei von vier Treffern hinnehmen mussten.

Nun sollen im Training in dieser Woche diese Mechanismen wieder von Neuem einstudiert werden.

Wie in solchen Situationen üblich, hat beim FV Lörrach-Brombach, der ungeachtet dessen sein Soll bislang übererfüllte, nach den beiden Niederlagen in Folge das Selbstbewusstsein gelitten. Deshalb hat Aktas in dieser Woche auch mental den Hebel angesetzt: „Die Mannschaft muss wieder an ihre eigene Stärke glauben und gegen Kehl wesentlich mutiger als zuletzt in Radolfzell agieren. Gelingt das, dann haben wir auch gegen diesen starken Gegner eine Chance.“

Nach dem schwachen Defensiv-Auftritt in Radolfzell steht der FV Lörrach-Brombach am Sonntag im heimischen Grütt vor einer großen Herausforderung. Denn: Mit dem Kehler FV gibt die aktuell stärkste Verbandsliga-Offensive ihre Visitenkarte im Grütt ab. Die Gäste haben bereits 35 Tore erzielt. Gastgeber FVLB kommt lediglich auf 25. Auch im Spiel nach vorne ließen die Grüttkicker somit in den vergangenen Wochen vieles vermissen.

Der Kehler FV hat keinen Toptorschützen in seinen Reihen, aber von allen Verbandsliga-Teams die meisten Spieler, die vier und mehr Tore erzielt haben.

Neben den Langzeitverletzten Gianfranco Disanto, Witali Semenschuk und Luigis Squillace muss Coach Aktas am Sonntag auch auf die nicht einsatzfähigen Paolo Disanto und David Pinke verzichten. Während Disanto das Training wieder abgebrochen hat, zog sich Pinke bei seinem Einsatz in der „Zweiten“ gegen Efringen-Kirchen eine muskuläre Verletzung zu. Dafür ist Urlauber Mirco Böhler wieder dabei.

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