Fußball Am Ende nur leere Hände

von Michael Hundt
Immer wieder wurde FVL-Stürmer Roger Eschmann (rotes Trikot) von den Freiberger Abwehrspielern gestellt. Foto: Michael Hundt

Achtungserfolge sind gut für die Moral. Im Abstiegskampf bringen moralische Erfolge aber keine Punkte. Diese bittere Erfahrung mussten an diesem Sonntag die Oberliga-Mannschaft das FV Lörrach-Brombach machen. Gegen die SGV Freiberg unterlag der FVLB mit 0:3, steht damit weiter am Tabellenende.

von Michael Hundt

Lörrach. Das Abstiegsgespenst ist im Grütt-Sportpark zu Lörrach mittlerweile Dauergast. Denn immer wieder kommt nach 90 Minuten für die Grütt-Kicker nichts Zählbares heraus, selbst wenn sie gerade gegen die Topteams der Liga sehr gute Leistungen auf den Rasen bringen. Gegen den Tabellenführer aus Freiberg hielt die Mannschaft von Cheftrainer Erkan Atas bis zur 59. Minute ein verdientes Unentschieden. Dann erzielte Marco Grüttner innerhalb von einer Minute zwei Treffer. Die Niederlage schien erneut unabwendbar.

Bis zum Doppelschlag hatten die Hausherren das Spiel zwar nicht bestimmt, zeigten aber, dass sie sich nicht kampflos ihrem Schicksal ergeben wollten. Roger Eschmann hatte in den ersten 45 Minuten sogar mehrfach die Möglichkeit, für einer Überraschung zu sorgen, scheiterte aber vor und an Gästekeeper Sven Burkhardt. Oft musste sich Eschmann die Bälle selbst aus der eigenen Hälfte holen, wurde dann immer wieder von den Abwehrspielern der Gäste gestellt.

„Eigentlich wollten wir zu Beginn höher stehen“, so der FVL-Trainer zu seinem taktischen Konzept. Aber der Gegner sorgte mit sehr viel Gegendruck dafür, dass Lörrach immer wieder sechs bis sieben Meter zu tief stand. Ein schneller Spielaufbau war dann nur schwer möglich – ein effektiver Abschluss dann noch mehr.

Nach dem Pausentee schlug dann wieder die berühmt-berüchtigte Schwächephase der Gastgeber zu. „Wir wussten, dass wir zwischen der 50. und 70. Minuten immer eine Schwächephase gegen die Top-Gegner haben. Das kann sowohl mental als auch konditionell bedingt sein“, versuchte Atas die Niederlage zu erklären. Gerade gegen die Topteams versucht der FVLB immer wieder mit einen erhöhten Aufwand den Gegner zu überraschen. Nach der Pause rächt sich dies.

Dennoch zeigte die Mannschaft nach dem Doppelschlag Moral, versuchte sich noch einmal in die Partie zurückzukämpfen. Doch die Bemühungen, den schnellen Anschlusstreffer zu erzielen, blieben ohne Erfolg. „Wir haben dann aufgemacht, versucht, das 1:2 zu erzielen. Aber es dann leider nicht geschafft.“ Das 0:3 in der 83. Minute war dann nur die logische Konsequenz.

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