Fußball „Bedingungen super in Binzen“

Trainer Karl-Frieder Sütterlin macht den TuS Binzen zu einem Titelkandidaten.Foto: Grant Hubbs Foto: Die Oberbadische

Es hat ein wenig gedauert, bis der TuS Binzen in der Kreisliga A-West angekommen ist. In der Vorsaison kämpfte der TuS noch gegen den Abstieg, heuer spielen die Kandertäler um die vorderen Plätze mit.

Binzen. Mittelfristig soll der Aufstieg in die Bezirksliga anvisiert werden. Die Voraussetzungen dafür sind optimal. Unser Mitarbeiter Fabian Schreiner hat sich mit Cheftrainer Karl-Frieder Sütterlin unterhalten.

Frage: Herr Sütterlin, Ihre Mannschaft rangiert auf Platz vier und hat nur einen Punkt Rückstand auf Spitzenreiter Lörrach-Stetten. Hätten Sie gedacht, dass es in dieser Saison so gut laufen würde?

Da muss ich ein bisschen weiter ausholen. 2019 stieg Binzen unter Thorsten Meier und zum Schluss mit Interimscoach Matthias Tschöp erst spät über die Relegation in die Kreisliga A auf. Meine Verpflichtung vollzog sich zudem auch erst sehr spät, da war an Verstärkungen kurzfristig nicht zu denken. Es folgte eine viel zu kurze Vorbereitung, dazu ließen gleich einige Verletzte den Kader noch zusätzlich schrumpfen. Wir waren schlicht und ergreifend noch nicht konkurrenzfähig. Ich wollte dann unbedingt Frank Malzacher und David Bosek verpflichten. Da ließ ich auch nicht locker, bis beide zugesagt haben. Zu den beiden gesellten sich dann nach und nach weitere ehemalige Brombacher, die zum Teil ihre Kickschuhe an den Nagel gehängt hatten oder nach der Auflösung der Dritten Mannschaft des FV Lörrach-Brombach sich nach einem neuen Verein umsahen. So entstand letztendlich eine erfreuliche Kettenreaktion. Mittlerweile sind es neun Spieler, die beim TuS eine neue Heimat gefunden haben. Daher war ich schon überzeugt davon, dass wir in dieser Saison einen wesentlich stärkeren Kader zur Verfügung haben werden, um eine gute Rolle in der A-Klasse spielen zu können.

Frage: Trauen Sie Ihren Jungs zu, bis zum Saisonende vorne mitzuspielen?

Ja, klar. Grundsätzlich ist das Potenzial ja durchaus da. Die Chemie im Kader stimmt. Neu hinzugekommene und eigene Spieler sind auch außerhalb des Sports zu einer homogenen Einheit zusammengewachsen. Das war nicht selbstverständlich.

Frage: Soll in zwei, drei Jahren der Aufstieg in die Bezirksliga in Angriff genommen werden?

Ja schon. Das Umfeld und die Bedingungen, die hier in Binzen herrschen, sind schon super. Beim Umfeld denke ich vor allem an die hoch motivierte Vorstandsriege um Volker Scherer und Thorsten Manthei sowie an Sportchef Matthias Tschöp.

Frage: Sie sind ja schon ewig dabei, arbeiteten viele Jahre beim FV Brombach und später beim FV Lörrach-Brombach. Wissen Sie schon, wie lange Sie noch an der Seitenlinie stehen wollen?

Ich habe mir ehrlich gesagt noch keine Deadline zum Aufhören gesetzt. Ich fühle mich körperlich fit, und in der Birne funktioniert es auch noch.

Frage: Aber die Aufgabe beim TuS Binzen ist Ihr letztes Projekt?

Das kann ich nicht sagen. Ich fühle mich sehr wohl beim TuS. Wir verfolgen gemeinsam ehrgeizige Ziele. Wir werden sehen, wie lange ich dabei noch helfen kann.

Frage: Wann rollt der Ball in dieser Saison wieder?

Es hängt alles vom weiteren Verlauf der Infektionszahlen ab. Geplanter Rückrundenstart wäre bei uns der 20. Februar. Es müssten also sechs Spieltage zusätzlich eingebaut werden, was mit einem früheren Beginn Anfang Februar, über Ostern und Pfingsten sowie mit Wochentagsspielen zumindest auf Bezirksebene machbar erscheint. Aber überbezirklich wird das dramatisch knapp. Da erscheint mir nur eine Verlängerung der Saison bis Ende Juli möglich oder halt doch ein Modus mit Playoff und Playdown. Da wird noch einiges auf uns zukommen.

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