Fußball Berger coacht nun den FCH

Fabian Kluge hat den FC Huttingen als Trainer und Spieler verlassen. Foto: Mirko Bähr

Vor dem achten Spieltag der Kreisliga A-West hat es den ersten Trainerwechsel gegeben. Uwe Berger schwingt ab sofort das Zepter beim kriselnden FC Huttingen. Nicht verstecken möchte sich der SV Liel-Niedereggenen im Derby bei Titelkandidat SF Schliengen. Ein besonderes Spiel steht für Trainer Joachim Boos gegen Ex-Verein FC Hausen auf dem Programm.

Von Fabian Schreiner

Lörrach. Nach der Trennung von Fabian Kluge (wir berichteten) übernimmt nun Trainerpartner Uwe Berger das Kommando beim FC Huttingen. Der langjährige Sportchef des TuS Efringen-Kirchen kam auf Initiative von Kluge im Sommer nach 19 Jahren zurück an seine alte Wirkungsstätte.

Mit Berger wollen die Huttinger also nach dem schwachen Start wieder in ruhigere Fahrwasser kommen. Die Verantwortlichen des Tabellen-15. haben Kluge diese Trendwende offenbar nicht mehr zugetraut. „Wir haben gemerkt, dass etwas fehlt. Das hatte nichts mit den Ergebnissen zu tun. Wir hatten eine super Zeit mit Fabi“, erklärt Vorstand Michael Frey. „Jetzt wollen wir einfach frischen Wind reinbringen.“ Fest steht, dass Huttingen mit dem Abgang von Spieler Kluge noch einmal an Qualität verliert. „Wir wussten vor der Saison, dass es schwer werden wird“, so Frey.

Kluge selbst möchte nun erst einmal die Zeit mit seiner kleinen Familie genießen. An ein Karriereende denkt der 38-Jährige noch nicht. Eine Rückkehr zum SV Weil, für den Kluge über Jahre die Kapitänsbinde trug, ist allerdings sicher. Nur der Zeitpunkt ist noch offen. „Wann ich nach Weil zurückkehre, kann ich jetzt nicht sagen. Vielleicht fange ich ja irgendwann auch als Greenkeeper an“, kann der Trainer schon wieder lachen.“ Heute Nachmittag, 15.30 Uhr, geht es für die Huttinger zum SV Eichsel.

Der SV Liel-Niedereggenen möchte die herbe 0:8-Derbypleite der Vorsaison bei den SF Schliengen vergessen machen und sich von einer ganz anderen Seite präsentieren. Anpfiff des Nachbarschaftsduells ist heute ab 17 Uhr. „Wir kommen sicher nicht nach Schliengen, um den Bus im letzten Drittel zu parken“, betont Liels Cheftrainer Chris Dunke. Stattdessen wolle man mutig agieren und die eigenen Ballbesitzphasen ausnutzen.

Mit 14 Treffern führt Schliengens Abdoulaye Traoré die Torjägerliste an. Neben dem brandgefährlichen Stürmer verfügen die SF aber noch über weitere starke Offensivspieler. „Da müssen wir wachsam sein. Schliengen hat viel individuelle Klasse“, weiß Dunke.

Sein Gegenüber Alex Schöpflin geht das Derby voller Zuversicht an. „Wenn wir das abrufen, was wir in den vergangenen zwei Spielen gezeigt haben, könnte das auch wieder eine klarere Angelegenheit werden.“

Auch in der Partie zwischen dem TuS Kleines Wiesental und dem FC Hausen steckt eine Menge Brisanz. TuS-Coach Joachim Boos lebt in Hausen und schnürte früher selbst die Kickschuhe für den FCH. Mit einem Sieg könnten die Kleinwiesentäler an Hausen vorbeiziehen und ins obere Tabellendrittel rücken. Zuletzt überzeugte die Boos-Elf.

Boos mit dem TuS gegen seinen Ex-Verein

Nach der knappen 3:4-Niederlage gegen den TuS Binzen sicherte sich das Kleine Wiesental ein 2:2-Unentschieden beim TuS Lörrach-Stetten. Zum Derby gegen Hausen veranstaltet der Gastgeber einen Fantag. Die Zuschauer dürfen sich auf Bierbrunnen und Güggeli-Wagen freuen. Das Duell beginnt morgen ab 15 Uhr.

Selbstvertrauen sammelte unter der Woche Titelaspirant TuS Binzen beim 5:2-Pokalsieg über den TuS Efringen-Kirchen. Besonders Patrice Glaser spielte groß auf und traf zudem gleich zweimal ins Schwarze. Nach seinem USA-Aufenthalt ist Nils Mayer zurück und stellte mit einem Doppelpack gleich unter Beweis, dass mit ihm auch in den kommenden Wochen zu rechnen ist.

Ein Luxusproblem hat Trainer Karl-Frieder Sütterlin in der Offensive. Denn nach seiner Sperre darf heute Abend, 18.30 Uhr, auch Guido Perrone beim FC Wittlingen II ran. „Ich will mit beiden spielen“, macht Sütterlin deutlich. Hinter dem Duo darf sich dann auch wieder Glaser austoben. Hut ab, wer über solch eine Offensivkraft verfügt.

Nach einem spielfreien Wochenende greift auch Spitzenreiter FSV Rheinfelden II wieder ins Geschehen ein. Die Elf von Spielertrainer Sascha Rueb geht morgen (15 Uhr) beim Tabellenvorletzten FC Steinen-Höllstein als klarer Favorit ins Rennen. „Wir spielen jedes Spiel mit einer anderen Besetzung. Für die Spieler ist das auch keine einfache Situation“, lässt Steinens Trainer Lars Heitzmann wissen.

Heute Nachmittag ab 15.30 Uhr bekommt es der FC Hauingen im Verfolgerduell mit dem TuS Lörrach-Stetten zu tun. Eine halbe Stunde später trifft der SV Schopfheim zuhause auf die Reserve des SV Weil. Ab 18 Uhr gastiert der SV Todtnau bei Schlusslicht SG FC Wehr-Brennet II.

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