Fußball Böses Erwachen zum Saisonstart

Uli Nodler

Für die beiden hoch gewetteten Landesligisten SV Weil und FSV Rheinfelden hat es am ersten Spieltag ein böses Erwachen gegeben. Während sich die Weiler beim Aufsteiger FC Wolfenweiler-Schallbach mit 0:4 blamierten, war ein FSV Rheinfelden beim 0:3 gegen den VfR Hausen chancenlos.

Von Uli Nodler

Lörrach. Warum in aller Welt ließen sich die beiden Klubs von der Konkurrenz so an der Nase herumführen? Die Rheinfelder haben Hausen sicherlich nicht unterschätzt, zumal sie sich gegen Ende der vergangenen Saison dem sonntäglichen Gegner ebenfalls auswärts geschlagen geben mussten. Der VfR verdiente sich zweifelsohne den Respekt, weil er jüngst im Pokal den Verbandsligisten FC Denzlingen mit 5:1 ausschaltete.

Dennoch hatte der FSV elf Spieler auf dem Platz, die nahezu ausnahmslos schon höher gespielt hatten. Beim FSV Rheinfelden hat sich nun aber der Spruch bewahrheitet, dass gute Einzelspieler noch keine erfolgreiche Mannschaft ausmachen.

Ozan zieht sich schwere Knieverletzung zu

Da war Gegner Hausen schon einen Schritt weiter. Der Gastgeber präsentierte sich eingespielt und effektiv vor dem gegnerischen Tor. Issa Boya nutzte schon nach acht Minuten die erste Großchance, lochte clever zum 1:0 ein.

Der zweite Schock für den Gast gab’s in Minute 23, als Neuzugang Berat Ozan mit Verdacht auf eine schwere Knieverletzung ausgewechselt werden musste. Der ehemalige Oberliga-Spieler des FV Lörrach-Brombach war erst kurz vor dem Spiel aus dem Urlaub zurückgekehrt und musste gleich spielen. Coach Musliu befürchtet nun einen längeren Ausfall seines Leistungsträgers.

Als die Rheinfelder sich gerade besannen, zielgerichteter nach vorne zu spielen, wurden sie zum zweiten Mal an diesem Tag kalt erwischt. Ablie Suwareh erhöhte in der 32. Minute auf 2:0. Mit dieser komfortablen Führung im Rücken diktierten die Hausener auch im zweiten Abschnitt das Spielgeschehen und erzielten durch Florian Ries sogar noch das 3:0. Die Gäste waren zwar bemüht, dagegen zu halten, waren aber vor dem gegnerischen Tor zu harmlos. Da fehlte der gesperrte Almin Mislimovic. Und auch ein Serkan Korkmaz (ebenfalls gesperrt) fehlte nach dem Ausfall von Berat Ozan an allen Ecken und Enden. Beide sind jedoch bereits am Mittwoch im Pokal gegen den Regionalligisten Bahlinger SC wieder dabei.

Als „total naiv“ bezeichnet ein überaus enttäuschter Sportchef Perseus Knab den 0:4-Auftritt seines SV Weil am Sonntag beim Landesliga-Neuling FC Wolfenweiler-Schallstadt. In der Tat: Durch läppische individuelle Fehler luden die Grenzstädter die Rebländer geradezu zum Toreschießen ein. Plumpe Strafraumfouls von Max Scheurer und Justin Samardzic nutzte der Aufsteiger, um mit zwei Elfmetertreffern komfortabel in Führung zu gehen.Und dann leistete sich Thanh Nam Do Le vor dem 0:3 einen Fehlpass am eigenen Strafraum und Buba Ceesay behinderte beim 4:0 seinen Torwart Tim Rusch, der Stammtorhüter Sandro Keller (Lebensmittelvergiftung) ersetzte. Danach war die Messe gelesen.

Leistungsträger beim SVW nicht zu ersetzen

Dennoch hätte sich Perseus Knab selbst bei diesem hohen Rückstand mehr Gegenwehr erwartet: „Da war kein Aufbäumen, nichts. Das Spiel hat gezeigt, dass Leistungsträger wie die Defensivspieler David Groß, Hannes Kaiser und Julien Tschira nicht zu ersetzen sind. Das gilt auch für Marvin Stöhr.“ Das Quartett fehlte beim ersten Saison-Punktspiel. Morgen ist der SV Weil im Pokal beim FV Herbolzheim gefordert. Da muss sich die Mannschaft steigern.

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