Fußball Cleverer, abgezockter werden

Fabian Schreiner
Lukas Amann (vorne), hier im Duell mit dem Schönauer Lukas Guschel, trifft mit Schliengen zu Hause auf den SV Herten.                                                                                                    Foto: Grant Hubbs

Sowohl die Sportfreunde aus Schliengen als auch der SV Herten haben sich vom Saisonstart in der Bezirksliga Hochrhein deutlich mehr erhofft. Nach fünf Spielen liegen beide Teams nun aber erst einmal auf einem Abstiegsplatz. Nun kommt es am Samstag, 17 Uhr, auf dem Sportplatz in Schliengen zum direkten Duell.

Von Fabian Schreiner

Schliengen. Den Saisonstart hat man sich bei den Sportfreunden aus Schliengen sicherlich ganz anders vorgestellt. Vier Niederlagen nach fünf Spielen sind natürlich nicht nach dem Geschmack von SF-Trainer Alex Schöpflin. Im vergangenen Aufstiegsjahr kassierten die Sportfreunde insgesamt nur vier Pleiten. „Schon zu Beginn der Vorbereitung habe ich der Mannschaft gesagt, dass wir auch wieder lernen müssen, zu verlieren“, betont Schöpflin.

In den zurückliegenden Jahren war der Erfolg stets ein treuer Begleiter bei den Sportfreunden. Innerhalb von sieben Jahren ging es mit Schöpflin von der Kreisliga C in die Bezirksliga. Siege waren dabei regelmäßig an der Tagesordnung. In dieser Spielzeit sieht das aktuell allerdings ganz anders aus. Schliengen steht mit drei Punkten auf einem Abstiegsplatz. „Das soll keine Ausrede sein, aber in den vergangenen zwei Wochen sah es personell wirklich schrecklich aus. Das bessert sich ab nächster Woche wieder. Dann haben wir auch wieder mehr Optionen“, erklärt der Schliengener Übungsleiter.

Etwas naiv stellte sich der Aufsteiger bei der 2:3-Niederlage gegen Mitaufsteiger SV Laufenburg II an. Nach dem 2:2-Ausgleichstreffer zehn Minuten vor Schluss setzten die Markgräfler alles auf eine Karte, um dann prompt kurz vor dem Ende der regulären Spielzeit in einen Konter zu laufen, der die nächste Niederlage bescherte.

Genauso wichtig wie die Partie in Laufenburg ist nun das Heimspiel gegen den punktgleichen SV Herten. Das weiß auch Coach Schöpflin nur zu gut. Mit einem Sieg - das gilt natürlich für beide Teams - könnte man den Anschluss zum Tabellenmittelfeld wahren. „Wir wollen am Ende als Gewinner den Platz verlassen und dazu unseren Zuschauern noch einen ordentlichen Fußball präsentieren“, gibt Schöpflin die Marschroute vor.

Selbstverständlich ist auch der SV Herten nicht glücklich über den bisherigen Saisonverlauf. Auch die Grün-Gelben haben sich nach der ernüchternden Vorsaison und der Transferoffensive im Sommer deutlich mehr erwartet. Die Realität heißt nun aber erst einmal Abstiegsplatz.

„Wir müssen stabiler werden und es dem Gegner schwerer machen, Tore gegen uns zu erzielen. Wir müssen in vielen Situationen cleverer und abgezockter agieren“, meint Trainer Eike Elsasser. Auch offensiv will es beim Tabellenvierzehnten noch nicht nach Plan funktionieren. „Wir arbeiten daran, mehr Torgefahr zu entwickeln“, sagt Elsasser. „Daher werden wir nun auch das System etwas anpassen und in einer anderen Grundformation spielen.“

Inwiefern sich diese Änderung dann schon am Samstag auf dem Platz auswirkt, wird sich zeigen. Personelle Fragezeichen stehen noch hinter einigen Leistungsträgern. Lucas Eschbach bekam zuletzt einen Pferdekuss ab. Dennis Heil, Marco Romano und Simon Vogt sind krank, Jens Murawski und Nico Karlin noch verletzt. Da müssen andere in die Bresche springen.

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