Fußball Das war aber gar nichts

Dieses Gesicht spricht Bände: VfR-Trainer Werner Gottschling sieht eine schwache Leistung seiner Elf. Foto: Gerd Lustig Foto: Die Oberbadische

„Thunder“ dröhnte es lautstark aus den Lautsprecher-Boxen beim AC/DC-Klassiker kurz vor Spielbeginn. Doch von Power, Donner und Feuerwerk war an diesem Tag beim VfR Bad Bellingen nichts zu spüren. Und auch nach dem Donnerwetter in der Halbzeitpause von Trainer Werner Gottschling änderte sich daran nichts.

Von Gerd Lustig

Bad Bellingen. Im Gegenteil: Nach dem 0:1 (17.) der Gäste vom SV Kirchzarten folgten nach dem Seitenwechsel zwei weitere Treffer, ohne dass die Gastgeber groß dagegen hielten. Und so stand am Ende eine 0:3 (0:1)-Niederlage der Platzherren zu Buche. „Der Sieg von Kirchzarten ist verdient, das Ergebnis geht schon in Ordnung“, zeigte sich Gottschling nach dem Schlusspfiff enttäuscht, aber sportlich fair. Eines machte er aber auch deutlich: „Das war heute ein ganz schwaches Spiel; der Gegner war schwach, aber wir waren noch schwächer.“

Viele Fehlpässe und fast keine Chancen

In der Tat: Von Beginn an kamen die VfR-Kicker nicht richtig aus dem Strumpf. Kaum einmal kam richtiger Spielfluss auf. Die Partie war ein regelrechtes Fehlpassfestival. Und das wenige, was auf den Gäste-Strafraum zubewegte, hatte die stabile und kompromisslose Defensive des SV Kirchzarten schnell und souverän im Griff. Allein ein Freistoß aus 22 Metern Mitte der ersten Halbzeit von Maximilian Ernst sorgte für Gefahr. Der Gästekeeper David Nowack konnte den Ball indes zur Ecke klären.

Auch in Durchgang zwei änderte sich daran nicht viel. Es gab zwar mal eine ganz gute Chance für den VfR um die 68. Minute, doch Maximilian Lais agierte dabei zu zögerlich und unkonzentriert, und ließ die Möglichkeit zum Ausgleich ungenutzt liegen.

Direkt im Gegenzug machten es die Gäste besser und erzielten ihren zweiten Treffer an diesem Tag. Damit war auch die Vorentscheidung in dieser Partie gefallen. Das dritte Tor, ohnehin schon in der Nachspielzeit, bedeutete lediglich Ergebniskosmetik.

Was VfR-Coach seiner Mannschaft allerdings ein klein wenig zugute hielt und bisschen als Entschuldigung für die schwache Vorstellung gelten ließ: Ziemlich kurzfristig standen gleich drei Stammkräfte (Reif, Müller und Micic) nicht zur Verfügung, was größere Umstellungen zur Folge hatte. „Wir können solche Ausfälle einfach nicht kompensieren, die Ersatzleute bringen das einfach noch nicht auf den Platz“, erklärte er.

Ohnehin sei die vergangene Woche schon eine komische Woche in Sachen Trainingsbeteiligung gewesen. „Das muss künftig wieder deutlich besser werden, und es muss wieder mehr Zug rein“, fordert er. Denn der hat ihm vor allem in der Offensive gänzlich gefehlt.

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