Fußball „Das wird auf jeden Fall eng“

von Michael Hundt
Timo Glattacker (dunkles Trikot, li.) will sich mit seiner Mannschaft gegen den VfR Bad Bellingen behaupten. Foto: Grant Hubbs

Es geht ein Gespenst um in der Landesliga – das Gespenst des Saisonabbruchs. Auch wenn zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht einmal die Hälfte der Saison absolviert ist, so ist es daher sowohl für den FC Wittlingen als auch den VfR Bad Bellingen am Sonntag (14.30 Uhr) eine durchaus schicksalsträchtige Partie.

von Michael Hundt

Die beiden Mannschaften stehen derzeit auf dem letzten beziehungsweise vorletzten Tabellenrang – getrennt nur durch zwei Punkte. Während die Hausherren unter Trainer Fabio Muto mit einem Sieg die Rote Laterne gerne abgeben wollen, will der VfR Bad Bellingen unter der Regie von Yannick Domagala den Abstand auf den Tabellenletzten vergrößern.

„Das wird auf jeden Fall eng“, sagt Domagala und meint damit nicht nur das Spiel an sich, sondern auch die mögliche Platzsituation. Neben dem Rasenplatz steht in Wittlingen auch noch ein Kunstrasenplatz als mögliche Spielstätte zur Auswahl. Dieser ist aber im Vergleich zum normalen Rasenplatz wesentlich kleiner. Entsprechend hat Domagala seine Mannschaft auf die möglichen Platzverhältnisse vorbereitet. „Die kämpferischen Elemente werden dann auf jeden Fall im Vordergrund stehen. Schönspielen ist da nicht drin, das wird brutal eng.“

Die Bilanz der letzten Spiele ist ernüchternd. Die vergangenen vier Partien endeten stets mit einer Niederlage. „Das Match gegen Kirchzarten war spielerisch der Tiefpunkt“, erklärt Domagala. „Wir müssen den Bock jetzt umstoßen“, fordert der Übungsleiter vor dem Kellerduell in Wittlingen von seiner Mannschaft.

Nicht weniger prekär ist die Situation für die Gastgeber. So viel Punkte wie möglich will Wittlingens Trainer Fabio Muto noch bis zur Winterpause holen. Mit einem Sieg gegen den Tabellennachbarn springt der FC Wittlingen zwar noch nicht aus der Abstiegszone, würde aber am VfR vorbeiziehen.

Dass seine Mannschaft derzeit ebenfalls im Tabellenkeller logiert, ist für Muto zwar kein schönes Gefühl, aber viel größer ist seine Angst vor einem möglichen Saisonabbruch. Denn dies würde ihm und seiner Mannschaft jegliche Möglichkeit nehmen, vor der Winterpause doch noch den einen oder anderen Punkt auf der Habenseite einzufahren. Aber selbst wenn die Saison erst noch weitergeführt wird, so gibt es für Muto immer noch ein Worst-Case-Szenario: Ein Saisonabbruch, bei dem nur die Hinrunde gewertet wird. Darum zählt für den Wittlinger Coach derzeit einfach jeder Punkt, den er mit seiner Mannschaft noch holen kann. „Wir wollen so viele Punkte wie möglich vor der Winterpause sammeln. Ich hoffe daher, dass die Runde weitergeht“, bangt Muto.

Was das mögliche Terrain am Sonntag betrifft, so geht Muto derzeit auch davon aus, dass das Match auf dem Kunstrasenplatz absolviert wird. „Ich spiele eigentlich lieber auf dem Rasen, da wir dort mehr Platz haben, aber auf dem Kunstrasen haben wir unseren ersten Sieg gefeiert“, gibt sich der Trainer vor dem Spiel etwas abergläubisch.

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