Fußball Der FVLB hält den Anschluss

Kaum ein Durchkommen: Die FVLB-Abwehr um Berat Ozan (r.) präsentiert sich zumeist sehr sattelfest.Foto: Mirko Bähr Foto: Die Oberbadische

Zehn Partien sind in der höchsten Spielklasse Baden-Württembergs schon absolviert. Und die wichtigste Erkenntnis für den FV Lörrach-Brombach ist: Die Grütt-Kicker können durchaus mithalten. Die Entwicklung der Rothemden ist enorm, die Arbeit sehr intensiv, und die Spiele sind stets eine echte Herausforderung.

Von Mirko Bähr

Lörrach. Natürlich geht es in dieser Mammutspielzeit einzig und allein um den Klassenerhalt. Sieben Absteiger könnte es am Ende geben. Aktuell liegt der FVLB nur drei Tore von Rang 14 und damit dem rettenden Ufer entfernt. Hätten die Schützlinge von Erkan Aktas vorige Woche in Linx ihren 3:1-Vorsprung ins Ziel gebracht, stünde man nun sogar über dem Strich. Wer hätte das vor dem Start in dieses Abenteuer geglaubt?

Coach Aktas ist ein akribischer Arbeiter, hat die Mannschaft weiter stabilisiert und das Niveau des Teams, und damit auch jedes Einzelnen, wieder ein stückweit angehoben. Das ist aber auch nur möglich, weil sich die Akteure offen für neue Ideen zeigen, eine schnelle Auffassungsgabe besitzen und sich jeder Herausforderung stellen.

Nach kurzer Eingewöhnungsphase auf unbekanntem Terrain läuft es immer besser. Der FVLB hat sich in kurzer Zeit einen Namen gemacht, wird durchaus ernst- genommen und stellt die Gegner vor allem mit seiner stabilen Defensive vor Probleme. Aktas wäre nicht Aktas, wenn er sich damit schon zufrieden gebe. „Wir müssen nun auch im Abschluss noch fokussierter werden.“

Im Heimspiel zuletzt gegen Bruchsal habe man zu viele Chancen ausgelassen. „So haben wir es unnötig spannend gemacht.“ Am Ende siegte der FVLB noch mit 2:1. Es war der zweite Dreier. „Das war wichtig, so konnten wir Anschluss halten. Und wir haben gemerkt, dass wir uns in dieser Liga nicht verstecken müssen, sondern mutig aufspielen können. Wir sind in der Lage dazu“, sagt Aktas, dessen Team am Samstag zum FC Nöttingen nach Nordbaden reist.

Die Favoritenrolle ist klar verteilt. Einmal mehr wartet eine Mannschaft auf die FVLB-Cracks, die gespickt mit bestens ausgebildeten Kickern ist, oder Jungs, die bereits in höherklassigen Ligen Erfahrungen sammelten. „Aber das ist bei 80 Prozent unserer Gegner so. Vielleicht haben wir uns zu Beginn der Runde darüber auch zu viele Gedanken gemacht“, meint Aktas. „Wir sollten uns viel lieber auf uns selbst fokussieren.“ Denn wenn man selbst die selbst gestellten Aufgaben erfülle, habe es jeder Gegner gegen den FVLB schwer.

Auch der FC Nöttingen verfügt über Spieler, die den Unterschied ausmachen. Angreifer Niklas Hecht-Zirpel beispielsweise, der bereits neunmal einnetzte. „Da werden wir individuell schauen, wie wir uns dagegen absichern“, so Aktas.

Vor der Abfahrt ins Nordbadische freut sich FVLB-Trainer Erkan Aktas über die Breite seines Kaders. „Auf allen Positionen können wir Ausfälle kompensieren, weil wir viele ähnliche Spielertypen besitzen.“ Sprich: Der FVLB muss sein System nicht ändern und das Rad nicht neu erfinden. „Wir können immer weiter auf das Vorhandene aufbauen. Ob Neuzugang Aramis Rohner die Reise in den Remchinger Ortsteil mitmacht, steht noch nicht fest. Michael Kuttler ist angeschlagen. Passen müssen Luigi Squillace, der privat verhindert ist, und Kevin Meier, der sich im Spiel der U23 eine Platzwunde zugezogen hat.

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