Fußball Die große Frage nach dem Favoriten

Fabian Schreiner

Ohne den ganz klaren Favoriten meldet sich die Kreisliga A-West am kommenden Wochenende zurück aus der Sommerpause. Zahlreiche Mannschaften bewegen sich auf Augenhöhe.

Von Fabian Schreiner

Lörrach. Anders als in der vergangenen Saison, als der TuS Binzen die Liga deutlich dominiert hat, gibt es heuer keinen klaren Favoriten auf die Meisterschaft. „Die Spitzengruppe wird deutlich breiter sein. Ich gehe nicht davon aus, dass ein Team so wegeilen wird wie im Vorjahr. Vier, fünf Mannschaften werden bis zum Schluss um die ersten beiden Plätze spielen“, lautet die Prognose von Mick Fahr, dem Trainer des FC Hauingen.

Apropos Hauingen. Hört man sich bei den Verantwortlichen der Kreisliga A-Ligisten um, fallen häufig zwei Namen, die ganz vorne mitspielen werden: der TuS Lörrach-Stetten und eben der FC Hauingen.

Müller und Fahr nehmen das Wort Aufstieg nicht in den Mund

Das Wort Aufstieg nehmen allerdings sowohl TuS-Trainer Sascha Müller als auch Fahr nicht in den Mund. „Wir spielen einfach drauf los und wollen uns als Team präsentieren. Das ist für mich das Wichtigste. Welche Platzierung am Ende dann dabei herauskommt, wird man sehen“, macht Müller deutlich, der nach der Trennung von Faik Zikolli wieder die „Erste“ übernommen hat. Der 42-Jährige fungierte bereits über mehrere Spielzeiten als Trainer der ersten TuS-Mannschaft, zuletzt 2019/2020.

Fahr betont derweil: „Wie auch schon in der vergangenen Saison wollen wir am Ende im vorderen Tabellendrittel landen. Wir waren vor der Winterpause nur auf Platz sechs. Daher sind wir nicht unbedingt der Favorit auf Platz eins, auch wenn wir eine sehr gute Rückrunde gespielt haben.“ Die Hauinger landeten am Ende mit 56 Punkten auf Rang drei.

Neben Stetten könnten für Fahr auch Absteiger FV Lörrach-Brombach II, der TuS Kleines Wiesental, der SV Schopfheim sowie der FC Hausen ein Wörtchen um den Aufstieg mitreden.

Auch Müller nennt den TuS Kleines Wiesental. Die Schützlinge von Cheftrainer Joachim Boos sind eingespielt, waren in den vergangenen Spielzeiten immer gefährlich und konnten jeder Mannschaft wehtun. Einzig die Konstanz ließ etwas zu wünschen übrig.

Spannend: Dominik Uhrig, Coach von Aufsteiger SV Herten II, sieht die Reserve des FSV Rheinfelden neben dem FC Hauingen als Titelfavoriten. „Da kommt es aber natürlich darauf an, wie die Unterstützung von der ersten Mannschaft aussieht“, erklärt der 35-Jährige. Der FSV überzeugte vor allem in der Hinserie der vergangenen Runde. Nach der Winterpause war die Luft bei der Rueb-Truppe allerdings raus. In dieser Saison muss die Landesliga-Reserve auf Spielmacher Anton Weis verzichten. Der Routinier kickt wieder für die „Erste“.

Und wie sieht es beim Nachbarn aus Herten selbst aus? Uhrig: „Wir wollen in der Liga bleiben. Das ist das angepeilte Ziel des Vereins. Wir wollen so schnell wie möglich in der Kreisliga A ankommen und uns an das neue Tempo gewöhnen. Beim Testspiel in Schopfheim hat man gesehen, dass wir durchaus mithalten können. Das stimmt mich positiv.“ In Herten freut man sich zudem besonders über die bevorstehenden Derbys gegen Rheinfelden II, den SV Eichsel und Mitaufsteiger SV Karsau. Sowohl für die Eichsler als auch für Karsau wird es aber wohl einzig und allein um den Ligaverbleib gehen. Trainiert werden die Karsauer, die nach drei Jahren wieder zurück in der A-Klasse sind, von Hanspeter Elsasser.

Bosporus FC befindet sich im Umbruch

Im Umbruch befindet sich nach dem Abstieg aus der Bezirksliga der Bosporus FC Friedlingen. Riza Bilici, der die Geschicke in Friedlingen leitete, hat sich eine dreimonatige Auszeit genommen. Dem Verein steht er aber weiter als zweiter Vorstand zur Verfügung. Neu-Coach Cagdas Sahin soll die Grenzstädter nun wieder in ruhigeres Fahrwasser führen.

Die Reserveteams aus Wittlingen und Weil haben sicherlich das Potenzial, ins vordere Tabellendrittel vorzustoßen. Auch da kommt es an den Spieltagen aber vor allem auf das zur Verfügung stehende Personal an.

Der FC Steinen-Höllstein wird sich aller Voraussicht nach in der neuen Saison nicht mit dem Abstiegskampf befassen müssen. Bereits in der vergangenen Rückrunde, als die Mannschaft von Trainer Daniel Schulz starke 25 Punkte sammelte, wurde deutlich, zu was das Team fähig ist. Jüngst schaltete Steinen zudem Bezirksligist SV Herten im Pokal aus. Dem einstigen Oberligisten ist durchaus eine Top-Platzierung zuzutrauen.

Neben Herten II und Karsau ist die Spvgg. Bamlach-Rheinweiler der dritte Aufsteiger im Bunde. Die Markgräfler verfügen über einige gute Fußballer und können dem einen oder anderen Top-Team sicherlich ein Bein stellen. Ein Platz im gesicherten Tabellenmittelfeld wäre für die Spielvereinigung ein Erfolg. Selbiges gilt im Übrigen für den SV Todtnau.

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