Fußball „Die Jungs machen Fortschritte“

Jordan Held (r.) und der TuS Binzen lassen Ioan-Cosmin Ungur und dem SV Weil II keinen Raum zur Entfaltung. Fotos: Grant Hubbs Foto: Die Oberbadische

Das Topspiel zwischen dem FC Hauingen und dem FC Hausen fand am vierten Spieltag der Kreisliga A-West keinen Sieger. Zu einem etwas glücklichem Remis kam derweil Vizemeister TuS Lörrach-Stetten beim SV Liel-Niedereggenen, während Aufsteiger TuS Binzen dem SV Weil II ein 1:1 abtrotzte.

Binzen. Jahrelang arbeitete Karl-Frieder Sütterlin unermütlich für den FV Brombach und später auch für den FV Lörrach-Brombach. Er war Präsident, er war Trainer, er war der Hansdampf in allen Gassen. Nach einer Fußballpause coacht Sütterlin seit dieser Saison den A-Ligisten TuS Binzen, mit dem er sich zunächst einmal in der Liga etablieren möchte. Nach dem 1:1 beim SV Weil II hat sich unser Mitarbeiter Fabian Schreiner mit Karl-Frieder Sütterlin unterhalten.

Frage: Herr Sütterlin, ein 1:1 bei Bezirksliga-Absteiger SV Weil II kann sich sehen lassen, oder?

Klar. Der Punkt war auch mehr als verdient. In der ersten Hälfte hatten wir ein paar Probleme, aber nach dem Seitenwechsel gaben wir den Ton an. Leider haben wir keine unserer drei, vier Top-Möglichkeiten nutzen können. Aber insgesamt war es okay. Die Jungs machen Fortschritte.

Frage: Sie haben sich jetzt nochmals verstärkt und einen alten Bekannten ins Team geholt.

Genau. David Bosek spielt ab sofort für den TuS Binzen. Ich kenne David schon seit der B-Jugend, als ich ihn damals zum FV Brombach holte. In der B-Junioren-Verbandsliga hat er dann gleich mal 20 Tore geschossen. Er soll uns aber in der Innenverteidigung verstärken.

Frage: Seit dieser Saison halten Sie beim TuS das Zepter in der Hand. Wie gefällt es Ihnen bisher in Binzen?

Sehr gut. Ich kenne noch einige Leute von früher. Schließlich hatte ich unter Trainerlegende Jimmy Gimpel vier tolle Jahre als Aktiver in Binzen. Wir haben eine wahnsinnige Infrastruktur. Damit wollen wir etwas bewegen, und dafür wurde ich auch geholt.

Frage: Heißt das, dass mittelfristig der Aufstieg her soll?

Wir wollen uns zunächst etablieren. Die Jungs haben noch eine Menge Entwicklungspotenzial. Aber es muss natürlich auch vieles passen. Einstellung und Charakter müssen stimmen.

Von Fabian Schreiner

Lörrach. Neuer Tabellenführer ist der FC Steinen-Höllstein. Die Mannschaft von Trainer Oguz Dogan setzte sich mit 3:0 beim SV Todtnau durch, der nun die rote Laterne innehat.

Ganz so einfaches Spiel hatten die Steinener aber nicht. Denn die Gastgeber aus dem Wiesental legten los wie die Feuerwehr. Todtnau drängte den Favoriten hinten rein, ohne dabei aber wirklich gefährlich vor das Tor zu kommen. „Todtnau hat uns zu Beginn überrascht, wir hatten da schon unsere Probleme“, gibt Dogan zu.

Nach und nach fand Steinen aber immer besser in die Partie und ging nach einer halben Stunde durch Volkan Gültekin auch in Führung. Nach dem Seitenwechsel dominierte der Spitzenreiter das Geschehen auf dem Kunstrasenplatz und legte in Person von Jan Steininger und Alexander Mensching nach.

Der FC Hauingen hatte im Topspiel gegen den FC Hausen zwar leichte Vorteile, kam letztlich aber nicht über ein 1:1 hinaus. „Mit dem Ergebnis können wir leben“, lässt Hauingens Coach Mick Fahr wissen.

Seine Elf hatte in der Schlussphase Glück, dass Schiedsrichter Remigiusz Baran nicht auf den Elfmeterpunkt zeigte. Nach einem Eckball für Hausen sprang dem Hauinger Aaron Vogt beim Klärungsversuch der Ball an den Arm. „Wäre der Ball da nicht an den Arm gesprungen, wäre wohl ein Hausener dagewesen. Wir hätten uns nicht beschweren dürfen, wenn es da Handelfmeter für Hausen gegeben hätte“, sagt Fahr.

Torlos endete die Begegnung zwischen dem FC Huttingen und dem TuS Kleines Wiesental. „In der Vorwoche haben wir noch sechs Gegentore bekommen. Ich bin froh, dass wir mal zu Null gespielt haben. Die Jungs haben eine Reaktion gezeigt. So muss es sein“, bilanziert Huttingens Spielertrainer Guido Perrone. Damit bleiben die Wiesentäler um Coach Joachim Boos weiter ohne Niederlage.

Nicht zufrieden war Sascha Müller, Trainer des TuS Lörrach-Stetten, mit der Vorstellung seiner Mannschaft. Beim SV Liel-Niedereggenen schlug nur ein 2:2 zu Buche. „Der Punkt ist zu wenig für uns. Wir laden den Gegner immer wieder zu Toren ein. Am Ende können wir sogar noch über den einen Zähler glücklich sein“, betont Müller.

Kurz vor Schluss traf Doppelpacker und Spielertrainer Tim Großklaus nach einem erneuten Bock der Stettener Hintermannschaft nur den Pfosten. Sein Debüt im Tor des TuS gab indes der 18-jährige Michele Sabatino. Stammkeeper Kevin Thudium kam aufgrund einer Verletzung in dieser Spielzeit noch nicht zum Einsatz.

Schliengen spielt auswärts stark auf

Einen starken Auswärtsauftritt lieferte Aufsteiger SF Schliengen ab. Die Schützlinge von Trainer Alex Schöpflin gewannen mit 1:0 beim FV Degerfelden. Das einzige Tor schoss Florian Rothermel in der 75. Minute. Schliengen war das bessere Team, vergab allerdings einige Torchancen. Die beste Möglichkeit hatte Jens Lehmann, der vom Elfmeterpunkt scheiterte. „Die drei Punkte sind hochverdient. In der zweiten Halbzeit haben wir nicht wirklich gut gespielt, aber das Ergebnis macht uns natürlich glücklich“, informiert Schöpflin.

Weiler probieren es zu oft durch die Mitte

Der SV Weil II hat nicht an die gute Leistung der Vorwoche anknüpfen können und kam nach vielversprechenden ersten 20 Minuten gegen Mitaufsteiger TuS Binzen nur zu einem 1:1. „Anfangs sah es echt gut aus, doch danach wurden wir zu überheblich und haben es immer wieder durch die Mitte probiert. Das hat nicht funktioniert, wobei Binzen auch stark verteidigt hat“, schildert Weils Übungsleiter Franco Viteritti. Kyriakos Stergianos Michailidis erzielte die Weiler Führung, doch nach etwas mehr als einer halben Stunde glich Julian Osswald aus. „Jetzt heißt es weiter intensiv arbeiten“, erklärt Viteritti.

40 Minuten spielte der SV Schopfheim in Unterzahl und dennoch fuhr die Schulz-Elf gegen den SV Eichsel einen 3:0-Heimsieg ein. „Nach dem Platzverweis haben wir auf Konter gelauert und das dann auch gut ausgespielt“, gibt SVS-Trainer Daniel Schulz zu Protokoll.

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